Unter Aktuelles finden Sie fortlaufend Neuigkeiten aus diesem Jahr. Unter Archiv finden Sie die Chronologie von 2018. Außerdem gibt es in weiteren Rubriken Infos zu meiner Person und zu meinem Werdegang, zu meinen Veröffentlichungen - journalistisch und literarisch - und zu meinen Mitgliedschaften oder Auszeichnungen. Unter Textproben können Sie sich amüsieren, berühren oder zum Nachdenken anregen lassen. Die belgische Wallonie, ein wunderbar poetischer Landstrich nicht weit von hier, wird in einer Fotostrecke beschrieben.



Auf der Seite rechts unten befindet sich ein kleiner Pfeil.

Damit können Sie immer wieder nach oben scrollen , um die einzelnen Rubriken erneut aufzurufen.


19. Oktober 2019

 

LD50 in Leeds ...

 

... das waren eine Woche Workshops an drei Universitäten, eine Lesung vor dem Anglo German Club und eine Podiumsdikussion mit englischen Kolleg*innen in der altehrwürdigen Leeds Library. 

An der University of Leeds, im Parkinson Buildig diskutierten Dr. Helen Finch und Studierende der Germanistik  im Rahmen von queer studies "Rückkehr der Träume" * (s.u.): Lesbian Theory, Research and Debate in the German Speaking Context war der zugrunde liegende Text. Unter anderem ging es um das "othering", was soviel meint wie: Jemanden in eine bestimmte Ecke stellen, die sich vom eigenen Standpunkt unterscheidet; im weiteren Sinne meint "othering" auch Ausgrenzung. Jemanden als anders definieren, kann schnell in Verurteilen, Abwerten übergehen oder ist bereits das Resultat davon. Diskutiert wurde das "othering" auch im Kontext der Zeitgeschichte: In den 1960er Jahren in Deutschland, wo, genauer: in Hamburg, der Roman spielt, wurde anders und anderes diskriminiert als heute.

* Ursula Maria Wartmann: Rückkehr der Träume, Quer Verlag, Berlin 2004

 

Übersetzungs-Workshop mit Dr. Caroline Summers: Im wunderbar altmodischen Ambiente der Leeds Beckett University wurde der erste Teil von "Nicht hier bei uns im Ort" übersetzt. Es wurde getüftelt und debattiert, Wörterbücher wurden gewälzt, das Internet wurde befragt ... Caroline Summers und Dr. Elizabeth Ward (Kingston upon Hull) sind in Leeds und Hull an diesem kleinen und feinen Co-Projekt beteiligt.

 

Der Anglo GermanClub mit SeniorLecturer Ulrike Fitchen von der Leeds University an der Spitze hatte zu einer Lesung geladen.  Das Publikum, das seit vielen Jahren gemeinsam Deutsch lernt, genoss die Lesung aus "Der Bourbon des Grafikers" und hatte anschließend eine Menge Fragen, auch zum Projekt LD 50. Die konnte Initiator Peter Spafford wunderbar beantworten, der im Publikum saß. 

Nicht hier bei uns im Ort in Ursula Maria Wartmann: Der Bourbon des Grafikers,

    edition offenes feld 2019,  Hrsg: Jürgen Brôcan

 Kingston upon Hull, kurz: Hull ...

 

... hat eine lange bewegte Geschichte. Es gibt sie noch überall: prachtvolle Bauten aus der Vergangenheit dieser ehemaligen Hafen- und Handelstadt, die im zweiten Weltkrieg schwere Schäden hinnehmen musste. Und die Menschen sind stolz auf die "kleinere Schwester von Leeds". Die Universität wurde 1927 als externes College der Universität von London gegründet; mittlerweile studieren auf dem weitläufigen bestens ausgestatteten Campus weit über 20 000 junge Leute aus aller Welt.

Dr. Elizabeth M. Ward leitete den Workshop, in dem die Erzählung "Nicht hier bei uns im Ort" * (s.u.) in weiteren Teilen übersetzt wurde, nachdem drei Tage zuvor die Leeds Becket University den Anfang gemacht hatte. Spannend, als Autorin dabei zu sein und zu sehen, welche Fragen sich auftun - teils in den winzigsten Details:  Für den Begriff "Ort" gibt es im Englischen offenbar nichts wirklich Adäquates. Die Überschrift wurde nach längerer Debatte deshalb mit "Not here, never" übersetzt. Die Studierenden waren mit echter Leidenschaft dabei, zumal die Dozentin Elizabeth M. Ward neben dem didaktischen Knowhow auch eine Art "Entertainer-Gen" hat und die Sache allen richtig Spaß machte. Toll!

 

Ein bisschen Zeit blieb für einen kleinen Bummel. Im altehrwürdigen Münster findet derzeit eine sensationell aufbereitete Michelangelo-Ausstellung statt. Im Bahnhof lange Listen der allein im ersten Weltkrieg Gefallenen:

"In memory of those who left Hull station ... and never returned." Es ist alles so nah ...

 

* Nicht hier bei uns im Ort in Ursula Maria Wartmann: Der Bourbon des Grafikers,

    edition offenes feld 2019,  Hrsg: Jürgen Brôcan

Ganz schön schön!

 

Dortmunds Partnerstadt Leeds, gelegen in der nordenglischen Grafschaft Yorkshire, ist etwa so groß wie Dortmund, ist vom Krieg aber weitgehend verschont geblieben. Spannend und quirlig ist es hier, riesige repräsentative Bauten, viel Jugendstil und Viktorianisches. Man sagt den Menschen in Leeds und überhaupt Yorkshire nach, dass sie ein bisschen so "ticken" wie die Leute im Ruhrpott. Sprich: Dass sie offen sind, zugewandt, einigermaßen entspannt, interessiert am Gegenüber. Immer für einen kleinen Smalltalk bereit.

Stimmt das? Yes!

Stimmt! Leider wird die direkte Flugverbindung Düsseldorf - Leeds Ende Oktober eingestellt. Dann muss man nach Manchester fliegen und von dort aus mit dem Zug weiter, was ungefähr eine Stunde dauert. Man kann natürlich auch mit dem Auto nach England reisen, obwohl das eine echte Herausforderung ist: Die fahren da nämlich immer auf der falschen Straßenseite ... Also echt jetzt: Muss DAS denn sein?!


5. Oktober 2019

 

Verleihung Ehrenring des Stadtbezirks Innenstadt-West und des Heinrich-Schmitz-Preises unter dem Dach des Dortmunder U.

Vor zahlreichen geladenen Gästen wurden die Preisträger*innen vorgestellt und erzählten vorn auf der Bühne von ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Obdachlosenhilfe, Jugendfeuerwehr, Hilfe für suizidgefährdetet Jugendliche, journalistische Arbeit - es war eine riesige Bandbreite von Tätigkeitsfeldern, die auch in diesem Jahr wieder gewürdigt wurden. Gespräche, Applaus, zwischendrin Musik, und wieder Applaus.  Blumen von Freund*innen und ein wunderbares Büffet und später noch auf einen Absacker ins Biercafé West. Und noch später noch ein Absacker zu Hause. Was soll man sagen: Schöner Abend; danke, Dortmund! Nach so vielen Jahren unterwegs an so vielen Orten hat sich an diesem Abend in meinem Leben ein Kreis geschlossen. Welch glückliche Fügung, wieder im Ruhrgebiet und hier, in dem spannenden und lebendigen Unionviertel, gelandet zu sein und dessen "Entstehen" ein bisschen begleitet und mitgestaltet zu haben. Und zum guten Schluss wie üblich ein paar Tränen beim gemeinsamen Singen des Steigerlieds. Großes Kino im Dortmunder U.

Foto: Heinrich Deleré


15. Oktober 2019

 

Back in town - zurück in Dortmund

 

Erste Eindrücke von der Lesung in der altehrwürdigen Leeds Library hier:

https://twitter.com/theleedslibrary




4. Oktober 2019

 

Aus der Reihe edition offenes feld (Hrsg: Jürgen Brôcan): Ursula Maria Wartmann "Der Bourbon des Grafikers"

Band 26

Best of ... und neue Erzählungen 2018 /2019

Die edition offenes feld, hrsg. von Jürgen Brôcan

 

"Das Programm der „edition offenes feld“ (eof) ist auf Vielfalt der Gattungen und Stile ausgerichtet. Klassiker in Übersetzung, arrivierte Autoren aus verschiedenen Ländern und  Entdeckungen in Lyrik und Prosa sollen zum Facettenreichtum der Literatur beitragen. Dank flexibler Auflagenhöhe können wir auch Titel anbieten, die nicht allein auf Breitenwirkung zielen, sondern wichtig und dauerhaft sind. Alle Bände erscheinen in unterschiedlichen Formaten als Hardcover mit Schutzumschlag."

 

 

 

https://www.bod.de/buchshop/der-bourbon-des-grafikers-ursula-maria-wartmann-9783749487035


1. Oktober

 

If you live in Germany ...

 

and can’t be with us in person, you can listen or Listen Again to everything at https://www.chapelfm.co.uk/elfm-player/.
Das schreibt aus Leeds der geschätzte Kollege Peter Spafford, und in der Tat: es funktioniert; sogar bei mir!

 

Unter www.leedsdortmund50.com findet man das komplette Programm, Hintergrundinfos zu den Veranstaltungen, Autor*innen usw.

Let's go!

 

Leeds - ich komme! Und schöne Grüße schomma von hier aus an Lisbeth!

 


30. September 2019

 

text & tacheles

 

geht in die nächste Runde: Schreiben, diskutieren, Textkritik und Tipps rund um's Thema  Literatur - und das zwei mal 45 Minuten lang. Am Mittwoch, den 2. Oktober ist wie üblich der Beginn um 19 Uhr. "Tatort" ist das Literaturhaus Dortmund, Neuer Graben 78. Parkplätze sind hier Mangelware. Die U-Bahn-Station Möllerbrücke ist aber nur weniger Gehminuten vom Literaturhaus entfernt.

Der Eintritt ist frei.

Gäste sind wie immer gerne willkommen.


29. September 2019

 

Heinrich Deleré: "Wahrscheinlich"

 

Eins von vier neu entstandenen großformatigen Werken ( 1 x 1 Meter, Acryl auf Leinwand), die der Dortmunder Künstler zur Zeit in einigen Privatwohnungen hängen hat, um Resonanzen beim Publikum im privaten Raum auszuloten.

 

Deleré, der in zahllosen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten war und ist, arbeitet im Bild mit Zeichen und Zahlen, Buchstaben und Symbolen und spielt mit Farben und Perspektiven, die sich immer  neu und überraschend öffnen. Hier setzt er sich mit Fragen zu Wahrscheinlichkeit und Zufall auseinander; der Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeitstheorie unterschiedliche Interpretationen zuläßt und im Ergebnis dabei stets exakt ist.

Das Werk "Wahrscheinlich" ist auch auf seiner Webseite (siehe unten) zu sehen, über die die Kontaktaufnahme zu dem Künstler sowie der Erwerb der Werke möglich sind. Einzelne Besichtigungen von Interessierten und individuelle Beratung sind nach Absprache möglich.

www.art-hd.de.


28. September 2019

 

Nächste Woche um diese Zeit?

 

Hab ich ihn auch! Und, klar, noch ein paar andere. Wer, steht danach in der Presse.

 


 

22. September 2019

 

Ein starkes Stück Kurzprosa (siehe links) in einem Schaufenster im münsterländischen Lüdinghausen, keine halbe Stunde von Dortmund entfernt. Der "aufgeweckte Herr" kann in der westfälischen Kleinstadt nach dem Aufstehen die malerische Bücherei besuchen, die direkt am Wasser in einer alten Villa beheimatet ist.

 

Die alteingesessene Buchhandlung am Ort macht allerdings bald dicht und bietet Sonderposten zum Räumungsverkauf.

 

Dafür ist man in Sachen Gott auf der Höhe der Zeit. Der gemarterte Jesus tritt im Zeitalter der Digitalisierung als "gott.com" geradezu überirdisch in Erscheinung, wovon auch die aufwändige Beflaggung vor dem Gotteshaus kündet.

 

In der alten Kirche mitten im Ort mangelt es auch nicht an verschiedenen Arten von Büchern, Büchlein und Broschüren, die heiter und besinnlich, didaktisch und dialektisch auf's Dies- wie auch Jenseits einstimmen. Gott.com sei Dank!

 

 

 

... Lüdinghausen, die Zweite: Galerie Wittkamp

 

Und wieder eine alte Villa, in der seit Jahrzehnten zwei Menschen kongenial miteinander leben und arbeiten. Frantz Wittkamp, Maler und Dichter, und die bildende Künstlerin Annette Wittkamp-Fröhling, von der zahllose Skulpturen im öffentlichen Raum in und um Lüdingshausen zu sehen sind.

Die Werke von beiden zeugen von geradezu bewunderungswürdiger Menschenfreundlichkeit - sie sind klug und im guten Sinn naiv, voller Lebenfreude und Humor, hintergründiger Wehmut auch - und trotz allem von überschäumendem Optimismus.

Wer möchte, kann beide in Kürze erleben. Am 27. Oktober und am 9. November mit einer Ausstellung und Lesung in Olfen. Olfonium, Neustraße 17.

... und Lüdinghausen, die Dritte.

 

Im Städtchen selbst kann man zwei Kleinode besuchen: die Burg Vischering und die Burg Lüdinghausen. Für seine Vielzahl an Burgen und Schlössern ist das Münsterland bekannt; ist Heimat auch der berühmten Dichterin Annette von Droste Hülshoff, die, 1797 geboren, auf der typisch münsterländischen Wasserburg Burg Hülshoff aufwuchs und zu den bedeutendsten deutschen Schriftstellerinnen des 19. Jahrhundert gehört.

 

Die Fotos zeigen Impressionen von Burg Vischering und Burg Lüdinghausen, Schloss Nordkirchen (bekannt als "Versailles Westfalens") sowie Schloss Cappenberg, schon zum Ruhrgebiet gehörig.

Auch Dortmund hat, wie die gesamte Metropole Ruhr, bedeutende Adelssitze im Stadtgebiet, unter anderem die imposanten Wasserschlösser Haus Bodelschwingh, Haus Dellwig und Haus Rodenberg. Daneben gibt es die Hörder Burg, weitere kleinere Herrenhäuser und etliche Burgruinen; die bekannteste liegt hoch oben am Berg, die Hohensyburg, wo es einen sensationellen Blick ins Ruhrtal gibt. 


20. September 2019

 

Literaturhaus Oberhausen - ein weiteres in der Metropole Ruhr. (Hände hoch: Wer weiß es, wieviele sind es genau?) Die Lage: obere Marktstraße; in diesem Herbst inhaltlich eher ruhrpottlastig. Gesponsert unter anderem vom gleich nebenan liegenden Weinladen Le Baron. Charmant.  Da hat man es vorher nicht weit. Und nachher? Ähem: auch nicht ... Ruhrpott eben. Alles da. alles drin!


19. September 2019

 

Eine wichtige und begrüßenswerte Entscheidung, nachdem im Vorfeld offenbar nicht sauber recherchiert worden war. Wie so etwas passieren kann, wäre sicher eine eigene Recherche wert.

Im folgenden die Stellungnahme der Stadt Dortmund:

 

 

Stellungnahme

Kein Nelly-Sachs-Preis in diesem Jahr: Jury zieht ihre Entscheidung für Kamila Shamsie zurück

Nachricht vom 18.09.2019

Die Stadt Dortmund wird ihren Literaturpreis, den Nelly-Sachs-Preis, in diesem Jahr nicht vergeben. In einer Sitzung am Wochenende entschied die achtköpfige Jury, ihre am 6. September getroffene Entscheidung über die Preisvergabe an die Autorin Kamila Shamsie zu revidieren. Gleichzeitig wurde beschlossen, für das Jahr 2019 keine andere Preisträgerin zu benennen. Damit wird der Nelly-Sachs-Preis erst wieder im Jahr 2021 vergeben.

Schriftstellerin Kamila Shamsie

Schriftstellerin Kamila Shamsie
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Mark Pringle

Die Jury des Nelly-Sachs-Preises nimmt dazu wie folgt Stellung:

"Mit Ihrem Votum für die britische Schriftstellerin Kamila Shamsie als Trägerin des Nelly-Sachs-Preises 2019 hat die Jury das herausragende literarische Werk der Autorin gewürdigt. Zu diesem Zeitpunkt war den Mitgliedern der Jury trotz vorheriger Recherche nicht bekannt, dass sich die Autorin seit 2014 an den Boykottmaßnahmen gegen die israelische Regierung wegen deren Palästinapolitik beteiligt hat und weiter beteiligt.

Der § 1 der Satzung des Nelly-Sachs-Preises bestimmt, dass auch 'Leben und Wirken' einer Persönlichkeit bei einer Juryentscheidung einzubeziehen sind. Aufgrund der bekannt gewordenen Sachverhalte über die Autorin Kamila Shamsie trat die Jury am 14. September nochmals zur Beratung zusammen.

Die Jury fasste den Beschluss, ihr ursprüngliches Votum aufzuheben und die Preisvergabe an Kamila Shamsie zurückzunehmen. Die politische Positionierung von Kamila Shamsie, sich aktiv am Kulturboykott als Bestandteil der BDS-Kampagne (Boykott-Deinvestitionen-Sanktionen) gegen die israelische Regierung zu beteiligen, steht im deutlichen Widerspruch zu den Satzungszielen der Preisvergabe und zum Geist des Nelly-Sachs-Preises.

Mit dem kulturellen Boykott werden keine Grenzen überwunden, sondern er trifft die gesamte Gesellschaft Israels ungeachtet ihrer tatsächlichen politischen und kulturellen Heterogenität. Auch das Werk von Kamila Shamsie wird auf diese Weise der israelischen Bevölkerung vorenthalten. Dies steht insgesamt im Gegensatz zum Anspruch des Nelly-Sachs-Preises, Versöhnung unter den Völkern und Kulturen zu verkünden und vorzuleben.

Die Jury bedauert die eingetretene Situation in jeder Hinsicht."


9. September 2019

 

LD50 - nein, nein! Keine böse Substanz ...

 

LD50 steht für 50 Jahre Städtepartnerschaft Leeds-Dortmund, die im englischen Leeds u.a. literarisch ausgiebig und mit dem Austausch von Autor*innen gefeiert wird:

https://www.leedsdortmund50.com

 

Unter dem Link findet man das Programm, das Initiator Peter Spafford mit vielen Beteiligten auf die Beine gestellt hat. Er schreibt:

 

"After 8 months of preparation, Leeds/Dortmund 50, or LD50, is only 3 weeks away! So I’m delighted to send you a link to the full schedule of events, some of which can be attended, all of which can be listened to Live/Listen Again at https://www.chapelfm.co.uk/elfm-player/".

 

Und erklärt noch, wie das Ganze überhaupt zustande kam:

 

"'The idea of town twinning, which took off after World War 2, was conceived to foster friendship and understanding between different cultures and former foes as an act of peace and reconciliation’ (Wikipedia). Autumn 2019 would seem a timely moment to celebrate the 50 year old twinning of our two fantastic cities."
Let's go!

 


6. September 2019

 

Der Oktober in Leeds wirft seine Schatten voraus ...


1. September 2019

 

Museum Insel Hombroich

Ensemble aus Kunst, Architektur und Landschaft in Neuss. Besonders. Unbeschreiblich. Magisch.



31. August 2019

 

"Und die Wäsche? - Liest nicht."

 

Kaiserswerth ist ein altehrwürdiger Stadtteil der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf, wo in der kleinen gemütlichen Fußgängerzone dieser nette Aufsteller in die dort ansässige Buchhandlung einlädt.

 

Schräg gegenüber ein Bücherschrank - wie in so vielen Bücherschränken landauf und landab Konsaliks, Sagans & Co. und die in Kunstleder gebundenen Bücherrücken der Nachkriegs-Eltern-Generation. Dann auch die späteren Taschenbücher der Kinder der 68er Revolte und ihrer Nachkommen. Feministisches, Soziologisches, Philosophisches, Anarchistisches. Spirituelles ...

Und Kinderbücher, meistens aus dem Hier und Heute.

Es ist ein bisschen wie in den Trödelläden, wo ganze Goldrand-Services verschleudert werden, die die Nachkriegsgeneration in Ehren gehalten hat; wo man bei Ölbildern, Porzellanfigürchen, zierlichen Handfegern mit Silberblechen, lautstark tickenden Wanduhren, bei Tischwäsche aus Leinen oder verbeulten Filzhüten sofort ganze "Filme" abrufen kann:  So war das damals, als die Wäsche warten musste, wenn die viel beschäftigte Hausfrau denn einmal ein Buch las.

Goldene Zeiten sehen anders aus. Dafür war es in Düsseldorf-Kaiserswerth ein goldener Spätsommertag, wie er schöner nicht hätte sein können, und an dem sich der Ort von seiner besten Seite präsentieren konnte. Aha: Darum ist es am Rhein so schön ...






28. August 2019

 

Lillo, Lillo ... Bücherdorf in Antwerpen

 

Mit dem Katamaran geht es an dem berühmten Hafenhaus (siehe unten) vorbei die Schelde herunter ... Was für Hamburg das untergegangene Fischerdorf Altenwerder - von der A 7 aus sieht man nur noch die Kirche -  ist für das belgische Antwerpen das untergegangene Fischerdorf Lillo, das schon 1957 der Hafenerweiterung weichen musste. Antwerpen ist flächenmäßig der größte Hafen in Europa, und das hat seinen Preis. Allerdings steht in Lillo als Teil des ehemaligen Dorfes noch eine historische Bebauung, Fort Lillo genannt, wo etwa vierzig Menschen leben. Es gibt Kneipen, eine alte Kirche, das Poldermuseum, Kasernen noch aus napoleonischer Zeit, die in Wohnungen umgewandelt wurden ...

Und zwei mal im Jahr, im Sommer, wandelt sich Lillo zum "boekendorp", zum Bücherdorf, wo es Märkte rund ums Buch, live Musik und Theateraufführungen gibt.

Der Andrang ist riesig; auch an Tagen ohne Veranstaltungen kommen Hunderte von Menschen Tag für Tag, die den morbiden Charme des pittoresken Ortes erleben wollen. Der wird zu allem Überfluss noch von einem  Atomkraftwerk getoppt, das in Sichtweite des Anlegers steht, und für viele ähnlich viele Fragen auffwirft, wie Tihange in der belgischen Walllonie: Doel, für das das gleichnamige flandrische Dorf weichen musste. Lost places - tragisch für die Menschen, die einst hier lebten und ihre Heimat verloren.


 

Hafenhaus - neuer Prachtbau von Antwerpen

 

Das Gebäude ist  erst kürzlich fertiggestellt worden; die Bauzeit betrug sieben Jahre. Der monumentale Überbau (gesetzt auf eine historische Feuerwehrkaserne) hat die Form eines Diamanten. 500 Menschen arbeiten hier. Die Adresse als Hommage an die begnadete Architektin: Zaha Hadidplein 1.

 

Zaha Mohammad Hadid wurde 1950 in Bagdad, Irak,  geboren und starb 2016 in Miami im us-amerikanischen Florida. Die Architektin, Architekturprofessorin und Designerin erhielt die bedeutendste Ehrung in der Architektur, den Pritzker-Architektur-Preis, sowie weltweit zahlreiche weitere bedeutende Preise.

Ihr Baustil und Design wird als fließend bezeichnet, auf Bewegung gründend. Hadids späterer Geschäftspartner Patrik Schumacher, der 1983 in ihrem Büro zunächst ein Praktikum machte,  umschreibt Hadids Stil als parametrisch, als „Eleganz geordneter Komplexität", die den Eindruck "nahtloser Fluidität“ (Fließfähigkeit) vermittele. 

 

Schon als Kind entwarf Hadid ihr eigenes Kinderzimmer, was in Bagdad, von einem Tischler ausgeführt, Vorbild für viele Kinderzimmer jener Tage wurde. Mit elf Jahren hatte sie den Wunsch, Architektin zu werden; zunächst, bis 1971, studierte sie  Mathematik an der American University of Beirut.


Die Befreiungstage in Antwerpen ...

 

Die Stadt hat in diesen Tagen flächendeckend geflaggt: Die deutschen Besatzer wurden im September vor genau 75 Jahren aus der Stadt vertrieben. Zu diesem Anlass gibt es ein umfangreiches Programm.  Unter anderem können historische Fahrzeuge, Flugzeuge und Schiffe besichtigt werden. Eine Parade durch das Stadtzentrum, ein "Befreiungsdorf" an den Scheldekais und ein gigantisches audiovisuelles Spektakel am Grote Markt erinnern an die Schrecken der Vergangenheit durch Nazideutschland.

Die "Befreiungstage" werden am Samstag, 7. und Sonntag, 8. September begangen.


Eine Theke aus Büchern

 

- nein! Kein fake: Diese Theke ist aus Büchern gebaut!

Man findet sie in Antwerpen im Shop des berühmten Middelheim-Museums, wo ein prachtvoller Skulpturenpark berühmte Exponate berühmter Künstler*innnen zeigt. Eine Atmosphäre voller Ästhetik, Wärme, voller Sommerstrahlen an einem Tag wie diesem im späten August. Menschen, die auf  Picknickdecken sitzen, essen, trinken und plaudern, sich einen Sessel neben die Venus-Skulptur von Auguste Renoir rücken, um ein Buch zu lesen. Die die Gesichter in die Sonne halten, die Ruhe genießen, den Frieden ...


25. August 2019

 

Mein Gastbeitrag bei den sehr geschätzten Nordstadtbloggern:

Reportage zum Thema Demenz-WG
Mit diesem auffälligen Bild wirbt die Senioren-WG in der Innenstadt für sich.

 

 

Ein Gastbeitrag von Ursula Maria Wartmann

 

Es ist still in der Wohngemeinschaft (WG), sieben Leute sitzen auf den Sofas und gucken fern, ein paar andere am Tisch sinnieren vor sich hin oder beobachten Kevin, der in der offenen Küche gut gelaunt eine Pizza mit Pilzen belegt. Es geht auf Mittag zu, ein warmer Tag im August; seit Anfang Januar 2019 gibt es diese WG, und wie üblich sind auch heute deren Mitglieder erst aufgestanden, als ihnen danach war. Kaffee oder ein belegtes Brot gibt es schließlich immer, „aber mit dem Mittagessen“, sagt Ute Kenyon, „da fängt die Struktur hier an, das ist ein Fixpunkt, und das ist auch gut so.“ ...

 

Mehr unter www.nordstadtblogger.de


15. August 2019

 

"LD50 celebrations" ...

50 Jahre Städtepartnerschaft Leeds -Dortmund

 

My goodness, das ist so ku-huul ...! Tickets nach Leeds und zurück nach Düsseldorf sind gekauft, Hotel in der Marlborough Street ist gebucht, Termine an Universitäten, beim Radiosender, in Bibliotheken ... sind fix.

Das wird eine aufregende Woche werden.

 

Im Rahmen der 50 Jahre alten Städtepartnerschaft zwischen Dortmund und Leeds besuchen sich Autor*innen beider Städte und schreiben unter anderem über ihre Reiseeindrücke. Einzelheiten demnächst hier.

 

Mehr schon jetzt weiter unten auf dieser Seite: 5. Juni 2019, text & tacheles. Peter Spafford macht in Leeds via twitter schon mal Werbung.

 

German at Leeds‏ @germanatleeds

 

VISITING WRITER NEWS! Thanks to the support of @DAAD_UK_Ireland, Dortmund writer Ursula Wartmann will visit Leeds in October, as part of the #LD50 celebrations. She'll be involved in activities with our students as well as public events. @PeterSpafford

 

02:49 - 12. Aug. 2019

 

 


2. August 2019

 

Diskurse befeuern -

die Stadt be-schreiben

 

soll künftig in der alten Reichs- und Hansestadt Dortmund eine "Stadtbeschreiber*in", die oder der ab voraussichtlich Mai 2020 für sechs Monate hier leben soll  - in der mit rund 600 000 Menschen  neuntgrößten Stadt Deutschlands, die so ungemein spannend und vielseitig ist, eingebettet in die sagenhafte Metropole Ruhr mit der größten Dichte an Kultur europaweit: Preisgekrönte Theater und Konzerthäuser, international renommierte Ballettensembles, namhafte Museen, Kleinkunst ohne Ende ...  Komfortabel: gesponsert wird eine möblierte Wohnung nahe dem Literaturhaus in einem beliebten Gründerzeit- / Jugendstilviertel der Stadt; als Salär winken stattliche 1800 Euro im Monat. Im Link zur Ausschreibung unten erfährt man mehr.

 

Nach dem Nelly-Sachs-Preis, der im Zweijahres-Rhythmus von der Stadt Dortmund verliehen wird - Preisträger*innen unter vielen anderen Margret Atwood, Milan Kundera, Christa Wolf, Nadine Gordimer oder Erich Fromm - eine weitere großzügige Geste der Stadt an Literaturschaffende. Der Nelly-Sachs-Preis wird seit 2015 im Wechsel an Schriftsteller und Schriftstellerinnen verliehen - das Modell könnte und sollte überall Schule machen. Mehr im Archiv dieser Seite (s.o.) vom 10. September 2018.


Stadtbeschreiber*in für Dortmund

Schreibmaschine

Ab dem Jahr 2020 vergibt die Stadt Dortmund jährlich das Literaturstipendium "Stadtbeschreiber*in für Dortmund". Deutschsprachige Autorinnen und Autoren sind eingeladen, für jeweils sechs Monate in Dortmund zu leben und zu arbeiten.

Die Tätigkeit im Rahmen des Stipendiums richtet sich thematisch auf die Transformation Dortmunds vom Produktionsort der Montanindustrie zum Standort von Wissenschaft, Technik und Dienstleistungen. Die damit verbundenen ökonomischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche führen zu Mentalitätsverschiebungen und alternativen Lebensentwürfen, die durch den/die Stadtbeschreiber*in aufgegriffen und literarisch verarbeitet werden. Dortmund im Wandel neuer Sinnkonstruktionen ist der zentrale Gegenstand der literarischen Auseinandersetzung.

Durch enge Kooperationen mit dem Kulturbüro, dem Literaturhaus Dortmund und weiteren Institutionen der regionalen Literaturszene bringt sich der Stadtbeschreiber oder die Stadtbeschreiberin in die Stadtgesellschaft ein und gibt den Diskursen der Neuen Urbanität aktuelle Impulse.

Bewerbungen nimmt das Kulturbüro nach einem in der Presse veröffentlichten Aufruf zur Interessensbekundung entgegen. Nähere Informationen können Sie der jeweils aktuellen Ausschreibung entnehmen.


1. August 2019

 

Es geht in die nächste Runde!

 

Am Mittwoch, den 7. August um 19 Uhr findet im Literaturhaus Dortmund das nächste Treffen statt. Neben dem "harten Kern" sind nach wie vor auch Gäste gerne willkommen.

Wir werden 2 mal 45 Minuten schreiben, Textkritik üben - es dürfen Texte mitgebracht werden -, diskutieren und Fragen beantworten. Wer text & tacheles  besucht, weiß es genau: Nach diesem Treffen trennt man sich meistens ziemlich glücklich. Und nachher trinkt man manchmal auch noch ein Bier zusammen.  ...

 

 



21. Juli 2019

 

Riesig war es - Ralf Theniors "Kleinstes Poesiefestival der Welt" in seinem  Kleingarten ganz nah am Kanalhafen Dortmund. (1899 von Kaiser Wilhelm II eröffnet; heute einer der größten Logistik-Standorte Europas).

 

Erwartungsfrohe Stimmung bei den gut vierzig gutgelaunten Gästen, die gekommen waren, um hochkarätige Lyrik und spannende Musik am E-Cello mit Ralf Werner zu hören. Man ließ sich auch nicht die Laune verderben, als es pünktlich zum ersten Lesebeitrag anfing zu schütten wie aus Eimern. Himmel! Wer hatte das denn bestellt?

 

Und so trabte eine lange Corona begossener Pudel  unter dem mittlerweile einsetzenden Hagel Richtung Vereinshaus, wo der schlaue Gastgeber für den Fall der Fälle (Regenradar) schon mal vorgesorgt hatte, und wo die Gruppe außerplanmäßig ein trockenes Plätzchen fand.

 

Was dann kam, war tolle Literatur - von den Dichter*innen aus Dortmund wie den auswärtigen Gästen. Als alles vorbei war, zeigte sich der Himmel punktgenau wieder in strahlendem Blau; man zog zurück zu Acker und Datsche des honorigen Gastgebers und freute sich des Lebens unterm Sonnenschirm: Gespräche, ein bisschen Netzwerken, ein bisschen "Weißt du noch?" und "Was macht eigentlich heute x?" Es gibt sie, solche Stunden, planen kann man sie nur bedingt, und wenn sie passieren, ist es ganz einfach ein schönes Geschenk. Wie auch mein öffentliches Debüt als Lyrikerin -  besser spät, als nie  - wie ein Geschenk erschien: Lob, Wertschätzung, Angebote für Mit- und Zusammenarbeit. Keine Frage: Da geht noch was!

Viel Lachen, diskutieren, Blödeleien und im Hintergrund der Zauberer am Cello. Dazu Bier und Wein und Brot ... Ganz ehrlich: Was kann man mehr wollen? Nichts!

 




17. Juli 2019

 

Das kleinste Poesiefestival der Welt ...

ist ganz leicht zu finden, wenn man dieser Wegbeschreibung des Veranstalters folgt.

 

Los geht's am kommenden Samstag, den 20. Juli im Kleingartenverein Hafenwiese in Dortmund um 16 Uhr.

Näheres auf dieser Seite unter dem 25. Juni.

 


15. Juli 2019

 

Hansestadt Salzwedel  mit der Stadtbibliothek in einer wunderschönen alten Jugendstil-Villa neben dem Neupervertor, die 1904 von Hermann Freydanck, einem Brauereibesitzer, erbaut wurde. Vor der Villa wuchert ein prächtiger Tuff rosafarbener Bauern-Anemonen. Die Stadt ist eine von vielen geschichtsträchtigen und überaus malerischen Orten des Altmarkkreises in Sachsen-Anhalt. Lesefutter scheint hier beliebt zu sein: Es gibt neben der Villa auch eine witzige Fahrbibliothek in einem lilafarbenen Omnibus. Und eine Buchhandlung in der Nähe, in der quirligen Altperverstraße, in der die 97jährige Helga Weyhe ("Deutschlands älteste Buchhändlerin" - siehe Archiv  deutschlandfunk.de ) seit Menschengedenken und diversen politischen Umbrüchen das Regiment führt und das vorbei flanierende Volk mit ins Fenster gehängten Zetteln erfreut.

In der kiezigen Straße, wo sich Altes und Neues ein spannungsgeladenes Stelldichein geben, geht es bunt, kreativ und politisch her; gelegentlich, das gehört dazu, auch provozierend. Toller Ort.


7. Juli 2019

 

ALFA - und wieder findet das literarische Spektakel im Terzomondo in Berlin-Charlottenburg statt.

 

Pünktlich zu den Lesungen am 27. Juli erscheint in diesem Jahr erstmals eine gedruckte Anthologie. Thema: Perspektivwechsel.

 

Auch 2019 werden auf der Bühne in Berlin wieder etliche Mitstreiter*innen ihre Beiträge live lesen und sich anschließend zur gemütlichen Sause vor dem Lokal in der Grolmanstraße treffen. Ich bin in diesem Jahr nicht mit von der Partie - aber in der Anthologie vertreten.


6. Juni 2019

 

Demokratie-Festival in Dortmund-Dorstfeld

 

... als klares Zeichen voller Kreativität gegen rechts. Mit dabei: das bookbike nrw - ein Projekt von Jugendstil, dem Kinder- und Jugendstilliteraturzentrum Nordrhein-Westfalen. Das bookbike steuert Parks, Spielplätze oder Freibäder an. Und wirbt mit: "Bücher auspacken, Schirmchen aufstellen und es gemütlich machen! Wir haben alles dabei: 30 ausgesuchte Bilderbücher, einen Teppich und gemütliche Kissen, Straßenkreide, Malblöcke und eine Wäscheleine voll mit Figuren, Bildern und Lampions."

Nette Idee, die bei den Kindern auf dem Wilhelmsplatz gut ankam.


25. Juni 2019

 

Der offizielle Flyer

 

 

zum kleinsten Poesiefestival der Welt: Da isser!

 

Die Dichter*innen werden aus älteren und aktuellen Werken lesen. Das Ganze läuft zwanglos bei hoffentlich gutem Wetter ab.

Wir freuen uns auf spannende Lesungen, nicht minder spannende Diskussionen und gute Gespräche beim Wein oder Bier.

 

Einfach vorbeikommen. Kostet nix. Der KGV Hafenwiese liegt in der Nordstadt, nicht weit vom "Depot" und nah am Fredenbaumpark.

 

Wir sehen uns in fast genau vier Wochen: am Samstag, den 20. Juli ab 16 Uhr, und freuen uns auf viele poesieverliebte Gäste.

 

 


23. Juni 2019

 

open air 178 - Poesiefestival in Dortmund

 

Schon mal vormerken: Der Dichter Ralf Thenior lädt in seinen Garten ein.

 

"Schon zum vierten Mal findet das kleinste Poesiefestival der Welt im Kleingarten 178 des KGV Hafenwiese statt. Ein  Nachmittag voller Poesie, Vogelgezwitscher und belebenden Getränken.

 

Es lesen die Dortmunder Dichterinnen und Dichter Ivette Vivien Kunkel, Ursula Maria Wartmann, Jürgen Brôcan, Arnold Maxwill und Ralf Thenior. Special guests: Sibylle Klefinghaus (Wriezen), Sabine Schiffner (Köln) und Bela Chekurishvili (Georgien).

 

Beginn gegen 16 Uhr. Lesezeit: 17 bis 19 Uhr, mit Pausen.

 

Es gibt Wein und Bier.

Eintritt frei. Kommt vorbei!

 

Zeit: Samstag, 20. Juli 2019

Lesebeginn: 17 Uhr

Ort: KGV Hafenwiese, Schützenstraße 190

 

Veranstalter: literaturhaus.dortmund, Ralf Thenior"


11. Juni 2019

 

Das Geheimnis  ...

 

Welch kluge und wahre Überlegung der Sophie

Mereau.

Schiller förderte ihr Talent und veröffentlichte  ihre Gedichte  unter anderem in der Zeitschrift Die Horen.


10. Juni 2019

 

Lang ist's her ...

 

Fundstück beim Sortieren und  Kramen: 2008 fand die trotz des Themas vergnügliche Lesereihe in Oberhausen statt. Mein Beitrag "Unter Waffen" war bereits bei Knaur erschienen in "Der Mann im Mond ist eine Frau". Mit Chance noch antiquarisch zu haben. Auf dem Plakat sind gleich zwei Ladies ...

 

 

... aus dem sehr spannenden und auf seine besondere Art auch charmanten Oberhausen ("Wiege der Ruhrindustrie") zu sehen.

 

Dreimal dürfen Sie raten. Genau. Richtig!

 

Und alles watte siehs, is ...

 

 

O-ber-hausen!



5. Juni 2019

 

text & tacheles  

 

Und wieder haben sich im Literaturhaus Dortmund die Fans von text & tacheles unter der Regie von Ralf Thenior und Ursula Maria Wartmann um einen langen Tisch versammelt. Nachbarschaft - was ist das im guten, was im schlechten Fall? Wer hat welche Erfahrungen zum Thema, kann welche Anekdote erzählen, von Tragödien berichten oder von wunderbaren Begebenheiten, von Nachbarschaftshöllen oder himmlischen Begegnungen bei Kaffee und Kuchen im Hinterhof?

 

Hintergrund zu einer wirklich spannenden Diskussion war die Städtepartnerschaft Dortmund - Leeds, die sich zum 50 Mal jährt. Es gibt bereits ein Buch der beiden "literarischen Architekten" dieser Partnerschaft. Die Dichter Ralf Thenior und Peter Spafford haben es geschrieben und dort von ihren gegenseitigen Besuchen in Dortmund und Leeds berichtet. "Road Markings - Reise-Gedanken" heißt es und ist im vorsatzverlag Dortmund erschienen; mit den Augen der beiden dichtenden Herren sieht man das eine und andere hier wie dort anders und neu oder überhaupt erst; kurzum, es ist spannend, kurzweilig und: zweisprachig.

Ein wirkliches Vergnügen!

 

Spannend auch das kleine feine Projekt von text & tacheles. Die Mitstreiter*innen liefern kurze Texte zum Thema. Die werden von der europäischen Nachbarschaft oben in Leeds kongenial übersetzt. Und dann von dort im Internetradio in die Welt hinaus geschickt, damit die Welt Kunde davon kriegt.

Das Buch kann über den vorsatzverlag bezogen werden: Liebigstr. 14, 44139 Dortmund. info@vorsatzverlag.de


29. Mai 2019

 

Kirchentag 2019 in Dortmund

 

Viele Menschen, viele Orte, viele Themen; unter anderem geht es um "Wandel". Am 20. Juni ("Fronleichnam") wird dazu mit einigen Referent*innen eine Diskussion stattfinden - ich sitze als erklärte Agnostikerin (das war nicht immer so, auch da hat sich etwas gewandelt) mit auf dem Podium. Spannend, dass so etwas möglich ist.

Die Veranstaltung findet im Unionviertel statt. Werkhalle des Union-Gewerbehofs, Rheinische Straße 143

Beginn: 15 Uhr.



17. Mai 2019

 

Ystad im südlichsten Schweden ...

 

Der alte Bahnhof am Hafen ist heute zu einem kleinen, feinen Bed & Breakfast umgebaut. Hier wurden auch einige Wallander-Filme gedreht - nach den berühmten Romanen von Henning Mankell. Der große Raum des Cafés war die Kantine des Polizeipräsidiums. Hier und heute pilgern Jahr für Jahr Hunderte von Wallander-Fans durch Ystad, klappern Tatorte ab, suchen nach der Straße, in der Kurt Wallander lebte, fahren weiter Richtung Simrishamn, wo Wallanders Vater seine ewig gleichen Bilder malte: den Auerhahn.

Unglaublich und faszinierend, welche Welten durch Worte erschaffen werden und wie berührend und nah sie uns sein können.

Weiter nördlich, etwa eine halbe Autostunde entfernt, fand in Blentarp eine Lesung bei Barbara Fellgiebel für die dort ansässige deutsch-schwedische Community statt. Die Gastgeberin servierte stilgerecht bayerische Snacks und deutsches Bier. Regina Müller-Ehlbeck und Ursula Maria Wartmann lasen aus "Schwedische Verführung"; ein schwedischer Kollege, dessen Texte zum Teil auch auf deutsch erschienen sind, las aus einer Erzählung. Anschließend eine spannende Diskussionsrunde zum Thema Heimat, Fremdsein, Ankommen ... Danke noch einmal an Barbara Fellgiebel für die Einladung in ihr gemütliches schwedisches Domizil mitten im Wald.

Danach ging es im Konvoi weiter in den Norden, nach Smaland, wo der Roman der beiden Autorinnen spielt. Nach etwa vier Stunden wurde der Flecken Ekekull erreicht (immer noch Südschweden!), wo Regina Müller-Ehlbeck mit ihrem Mann, dem Historiker und Bestseller-Autor (Sachbuch) Reinhard Müller sowie Hunden, Pferden und Hühnern lebt. Zum Anwesen gehören Wälder, ein See mit Ruderboot und Sauna, Stallungen und Nebengebäude - und ein Gästehaus, rot gestrichen, weiße Fenster - wie sich das gehört.

 

Smaland ist verwunschen, still und sehr wild. Man kann lange unterwegs sein, ohne auch nur eine Menschenseele zu treffen. Dafür trifft man auf sehr viele Rehe. Wildschweine, Fasane. Auch auf Elche, besonders um diese Zeit. Denn die trächtigen Elchkühe werden in Kürze niederkommen. Bevor es soweit ist, verstoßen sie den Nachwuchs des Vorjahres. Die hochbeinigen staksigen Jungtiere durchleben eine intensive Phase von Trauer und Verwirrung, sie irren durch die Dörfer, tauchen in Kleinstädten auf: auf Friedhöfen, hinter Baumärkten oder Tankstellen, liegen erschöpft und reglos in Straßengräben. Was die Natur gelegentlich so alles ein- und anrichtet ...

 

Doch dem Himmel sei Dank: Nach ein paar Tagen sind die Jungtiere damit durch und nehmen ihr Leben beherzt jetzt selbst in die Hand. In der Folge sind sie allein unterwegs. Nur in sehr strengen Wintern sieht man Elche manchmal in Gruppen.

"Tatort" Smaland. Hier entstand die "Schwedische Verführung": Hier steht das stattliche Haupthaus, wo Marlene von Papenhaus Gerlinde und Dieter besucht. Hier spielt Christin Scrabble, wenn sie wieder einmal gestresst ist. Hier leben die knuffigen Hunde und stämmigen Pferdchen, die mit wippender Mähne morgens am Schlafzimmer des Gästehauses vorbeischlendern. Hier ackert Robert, der Mähroboter, an dem Dieter gerne erfolglos herumschraubt. Und in der Sauna am hauseigenen See erlebt Marlene ihre ganz persönliche Epiphanie, die in bestechend luzider Erkenntnis mündet: Dieter war ein Arschloch und würde eines bleiben.

"'Dieter ist und bleibt ein Arschloch', dachte Marlene und wurde auf einmal ganz ruhig dabei. 'Lass es einfach, von Papenhaus!'  ... Sprach's. Schnappte sich Jeans-Jacke und Retro-Rock. Und dann war Marlene von Papenhaus weg vom Fenster."

Das alles und noch viel mehr in "Schwedische Verführung", epubli, ISBN 978-3-7450-8638-6. Die Autorinnen haben die wohlklingenden Pseudonyme Hanna Holm (Wartmann) und Linda Lövgren (Müller-Ehlbeck) gewählt und stehen für Lesungen zur Verfügung.


14. Mai 2019

 

Manche behaupten, wer Deutsch und Englisch kann, kann in ein paar Monaten auch Schwedisch. Wer weiß, vielleicht stimmt's?! Uns hatte es neben den Chilinüssen, dem Lachsfilet, den Salzgurken und der Tomatensuppe besonders der "Havre fras" (Haferfraß) angetan ...


20. April 2019

 

Wunderbare Sache ...

 

dass in Dortmund Ehrenamt so charmant und besonders gewürdigt wird. Schon im fünften Jahr werden im Oktober die Ehrenringe der Innenstadt West verliehen, an "Persönlichkeiten, die sich durch ihr Lebenswerk und/oder besonderes Wirken für diesen Stadtbezirk ausgezeichnet haben."  

 

Fast zehnjährige journalistische Mitarbeit bei der Unionviertel Zeitung und weitere Ehrenämter im Rahmen der ein Jahrzehnt dauernden Stadterneuerung haben die Jury zu dem Schluss gebracht: Ursula Maria Wartmann ... , sie kriegt ihn auch!

Die nette Post kam vor ein paar Tagen.  Die Preisverleihung ist im Oktober. Große Party im Dortmunder U - moderiert von Peter Grossmann, WDR. Interviews, Musik, Sekt und lekker wat auffe Gabel inbegriffen.


19. April 2019

 

Post aus Schweden!

 

Das Literaturfestival im südschwedischen Skane / Schonen rückt näher. Vorfreude bei meiner Freundin und Co-Autorin Regina Müller-Ehlbeck in Smaland und bei mir in Dortmund. Wir werden gemeinsam für die deutsche Community aus "Schwedische Verführung" lesen. Fässchen Bier ist schon gekauft. Vino auch. Das wird ein Fest! Eingeladen hat Barbara Fellgiebel, Publizistin und Literaturkritikerin, die alljährlich das Festival mitgestaltet.


14. April 2019

 

Rückschau beim AVIVA-Verlag in Berlin:

 

Sabine Grunwald hatte damals "Rückkehr der Träume" besprochen - ein Roman, den ich nach wie vor zu meinen besten zähle, der an Aktualität leider oft auch nichts verloren hat, und den ich darum sehr gerne hier  noch einmal empfehle.

 

 

 

Rückkehr der Träume, Querverlag Berlin 2004

 

 

Mehr unter: www.aviva-verlag.de

 


Hier ein paar Amazon-Rezensionen:

Undine61

5,0 von 5 Sternen

Toll geschrieben und herzergreifend

 

23. September 2017

Ein Buch, das mich beim Lesen atemlos gemacht hat und dessen Schluss mich tieftraurig zurückließ, obwohl sich doch alles aufklärt - vielleicht aber auch gerade deshalb. Auf völlig unspektakuläre Weise werden Ungeheuerlichkeiten erzählt, die dem Leser klar machen, wie in den alltäglich scheinenden Begebenheiten sich manchmal die größten Grausamkeiten verbergen können. Sehr bewegend und unglaublich spannend geschrieben.

 

Heike

5,0 von 5 Sternen

Schwieriges Thema sehr gut in einem Roman umgesetzt

 

27. Oktober 2013

Rena kehrt nach 30 Jahren zurück in ihre Heimat. Sie leidet unter einem Trauma, das sie bis heute nicht verarbeitet hat. In vielen kleinen Episoden erfährt der Leser nach und nach Renas Lebensgeschichte.
Trotz schwierigem Grundthema ein gut zu lesender Roman, der mich bis zu letzten Seite gefesselt hat.

 

Valerie A

4,0 von 5 Sternen

Haarscharf an der Realität

 

18. November 2009

Das Buch hat mir sehr gefallen.Obwohl ein Roman, koennte es auch eine wahre Lebensgeschichte sein, da mein eigenes Leben viele Aehnlichkeiten mit dem Gelesenen gemeinsam hat. Ich empfehle das Buch an Menschen, die nicht unbedingt depressiv sein sollten. Obwohl Deutsch nicht meine Muttersprache ist, konnte ich das Buch gut lesen, aber mein Deutsch fuer die Rezesion ist nicht so gut.

 

JED

5,0 von 5 Sternen

Wunderbares Buch, das leider nur am Schluss ein wenig schwächelt

 

25. August 2012

Kurzinhalt:
Nach 30 Jahren kehrt Rena nach Hamburg zurück. 30 Jahre in denen sie der Stadt den Rücken gekehrt hatte und damit ihrer Vergangenheit in einer dortigen Kleingartenkolonie. 30 Jahre, in denen sie kein Wort mit ihrer streng gläubigen Mutter gesprochen hat. 30 Jahre, in denen sie ein Ereignis zu verarbeiten gesucht hat, das in ihrer Pubertät passierte. Da sie festellte, dass sie sich mehr zu Mädchen hingezogen fühlt als zu Jungen.

Meine Meinung:
Schon der Titel impliziert einen Grund oder eine Begebenheit, warum Träume einmal verschwunden sind, die nun (titelgebend) wieder zurückkehren. Um diese eine Begebenheit kreist das ganze Buch. Nähert sich aus vielen zeitlichen Ebenen an. Mal steuert die Vergangeheit der Protagonistin darauf zu (von der Kindheit an beschrieben), mal erlebt man die Hauptfigur nach diesem alles entscheidenden Ereignis, was sie so verändert und geprägt hat, ohne dass lange Zeit ausgesprochen wird WAS GENAU da eigentlich passiert ist.
Während Rena in die Kleingartenkolonie zurückkehrt und erst einmal bei einer ehemaligen Nachbarin unterkommt, bevor sie die Kraft hat, sich ihrer Mutter zu stellen, denkt sie immer wieder an ihre Kindheit und Jugend zurück. Es sind wundervolle kleine Anekdoten, die aber auch immer wieder von der übertriebenen Frömmigkeit ihrer Mutter überschattet werden.
Der Leser beginnt zu ahnen, welche Schwierigkeiten auf die pubertierende Rena warten, deren beginnende Homosexualität auch in einer "normalen" Umgebung viele Probleme mit sich gebracht hätte.
Ich hätte ewig weiter lesen können. Wartmann schreibt ehrlich, spannend, schonungslos und BEschreibt dabei oft nur Alltag. Doch man ist mittendrin in dieser Kolonie, den heißen Sommern und eiskalten Wintern, den wilden Erdbeeren, die im Mund der Kinder verschwinden und den Träumen, die man eben als Kind noch hat.

Fazit:
Wunderbares Buch, das leider nur am Schluss schwächelt, da das alles entscheidende Gespräch mit zwischen Tochter und Mutter, auf das die Geschichte hinarbeitet, einfach nicht verschriftlich wird. Es bleibt dem Leser überlassen, sich Gedanken über den Verlauf zu machen, obwohl ich so gern weiter der Fabulierkunst von Wartmann gefolgt wäre.

 

scriberix

5,0 von 5 Sternen

Träume können auch Albträume sein

 

21. März 2006

Ein Frau Ende Vierzig kehrt nach 30 Jahren in die Umgebung ihrer Kindheit zurück. Sie hat seit damals kein Wort mehr mit ihrer Mutter oder einer Person aus ihrer Kinder- und Jugendzeit gesprochen. Als sie zurückkehrt, findet sie nicht die Kraft, direkt zu ihrer Mutter zu gehen, sondern zieht bei einer Nachbarin ein, mit deren Söhnen sie immer gespielt hat.
Kapitel für Kapitel entfaltet die Ich-Erzählerin dem Leser in kleinen Episoden ihr Leben, geprägt von nicht verarbeiteten Ereignissen in ihrer Kindheit. Dabei ist die Sprache lebendig und die Geschichte gut zu lesen. Man merkt der Erzählerin an, welche Momente sie liebte, was sie gerne getan hat, und was sie vermisst. Nur im Hintergrund schwingt immer eine dunkle Saite mit. Träume können auch Albträume sein.
Die Lebensgeschichte der Ich-Erzählerin enthält bittere Ereignisse, die genauso passiert sein können, auch wenn ich das keinem wünsche. Das Buch ist die Geschichte ihres Lebens, bestimmt durch ihren Kampf mit ihrer Vergangenheit, voller Melancholie und Zynismus, Hoffnung und Überlebenswillen.
Im Rhythmus ihrer Erzählungen sammelt sie den Mut und die Kraft, den Schritt zu wagen und auf ihre Mutter zuzugehen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Der Leser begleitet sie dabei, trauert, kämpft, leidet, hofft und begreift mit ihr. Und lernt dabei, dass Hass blind machen kann, aber nicht glücklich.

 

kr70

5,0 von 5 Sternen

Eines der schönsten Bücher...

 

20. September 2006

...welches ich je gelesen habe!! Dieses Buch, in dem eine Frau sich ihrer Vergangenheit stellt, ist dermaßen einfühlsam und mitreissend, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Man fühlt (und leidet) mit der Protagonisten, Rena. Über längere Zeit rätselt man, was Rena passiert sein könnte, bis man Schlimmes ahnt und es dann doch noch anders kommt... Wer sensible und psychologisch tiefsinnige Bücher mag, sollte dieses unbedingt lesen!!!

 

CGN-Bee

2,0 von 5 Sternen

nicht sonderlich fesselnd

 

5. August 2007

Dieses Buch hat mich nicht unbedingt in Begeisterung gestürzt. Die Story ist recht ambitioniert, eine Frau in den 40ern stellt sich der eigenene Vergangenheit, insb. den Erlebnissen ihrer Kindheit/Jugend mit ihrer Mutter. Also eher ein "Problem-Buch" ohne Sex-Appeal. Geschmackssache.


12.  April 2019

 

Neulich in OWL (Ostwestfalen Lippe, hier: Bad Salzuflen) in der Cafeteria einer Kurklinik, wo der Mensch ja eigentlich gesunden soll. Hier wird das Lesen auf, sehr moderat formuliert: fragwürdige Weise, hoch gehalten. Spioninnen in schwarzer Spitze, Ärzte zum Verlieben, eiskalte Geschäfte und heißes Verlangen: Alles da, definitiv, was das Leben so zu bieten hat.

Absolut bizarrer Höhepunkt: "Flammen über River Hill" mit einem barbusigen Cowgirl, das mit gezogener Knarre ein schnelles Rassepferd reitet. HELP! Nebenan, in Herford, im legendären MARTA,  zeigt man gleich eine ganze Ausstellung zum geballten Irrsinn dieser Welt. Noch bis zum 6. Juni zu sehen: "Die Realität ... ist absurder als jeder Film".

MARTA - Museum für Kunst, Architektur und Design. Entworfen von Frank Gehry im Stil des Dekonstruktivismus. Begeistert seit 2005 Kunstinteressierte aus aller Welt.


16.  März 2019

 

Buchhandlung "Am Löhberg"  in Mülheim an der Ruhr.

Buchhändler Michael Fehst hat in seine aktuellen Buchempfehlungen aufgenommen:

 

Hanna Holm und Linda Lövgren "Schwedische Verführung"

 

... was uns natürlich sehr freut!

 

 

 

Mehr unter www.buchamloehberg.de


4.  März 2019

 

"Schwedische Verführung" mit lekker Kuchen ...

Am Dienstag, den 12. März ist der Karneval zwar schon vorbei, aber bei ZWAR wird trotzdem weiter gelacht ...

Ursula Maria Wartmann liest in dem wunderschönen alten Gebäude in Dortmund-Marten, dazu gibt es selbstgebackenen Kaffee und Kuchen. Los geht's um 15 Uhr in der  Steinhammerstr. 3 in Dortmund.


3.  März 2019

 

LITTERATURRUNDAN - Wir machen nach Schweden rüber!

 

Smaland in Südschweden: Schlösser, kristallklare Seen. Ausgedehnte Moore und Wälder, historische Glasbläsereien. Malerische alte Städte und Dörfer. Die weltberühmte Astrid Lindgren ("Bullerbü","Pippi Langstrumpf") lebte hier und ließ viele ihrer Geschichten in dieser Gegend spielen.

 

Im Mai beginnt es zu sprießen und zu blühen; in Schweden etwas später als bei uns. Und um den Winter restlos auszutreiben, wird wie jedes Jahr getanzt und gemeinsam gefeiert. Seit vielen Jahren gibt es im Mai auch LITTERATURRUNDAN  - ein Festival rund ums Lesen und um Bücher, das im allersüdlichsten Smaland, in Schonen, stattfindet; dort, wo Henning Mankell seinen Kurt Wallander losschickte, um düstere Verbrechen aufzuklären. In Ystad gibt es am Hafen ein Hotel, wo für die Fernsehfilme um Wallander die "Polizeistation" untergebracht war.    Im Büro des Komissars kann man jetzt wunderbar übernachten.

 

Was im Ruhrgebiet vor gut einem Jahr im Literaturhaus Dortmund seine Premiere erlebte, wird demnächst im  smaländischen Blentarp seine kongeniale Fortsetzung finden, denn Schauplätze der Verführung sind der Ruhrpott und Schweden.  Im Rahmen von LITTERATURRUNDAN wird die Publizistin und Literaturkritikerin Barbara Fellgiebel als Gastgeberin die Autorinnen von "Schwedische Verführung", Hanna Holm (Ursula Maria Wartmann) und Linda Lövgren  (Regina Müller-Ehlbeck) empfangen. Die deutsch-schwedische Community freut sich darauf.


25.  Februar 2019

 

Schreibklausur in Wolfenbüttel ...

 

... einer Stadt in Niedersachsen, die mit gleich mehreren Höhepunkten aufwarten kann. Darunter einem malerischen Stadtbild mit einem interessanten Stil-Mix aus verschiedenen Epochen. Prächtigen alten Kirchen. Der international berühmten Herzog August Bibliothek mit ihren bedeutenden, teils Jahrhunderte alten Beständen. Und der Bundesakademie für Kulturelle Bildung samt Gästehaus, wo immer wieder hochkarätige Veranstaltungen und Seminare stattfinden. Traumwetter bei alledem - das begünstigt die Kreativität.


23. Januar 2019

 

Tja, was soll man sagen?

 

Paradiesische Zustände: Neulich nicht nur beim Discounter, auch im Baumarkt Bücher gesehen. Neben den Säcken mit Feuerholz und einer Palette mit Fliesenklebern.

 

Das Leben ist bunt wie ein Warenkorb!

 

Beim Discounter lagern diverse Bücher in schönster Eintracht in einem Container - kongenial garniert mit Kalinka Kefir und Hohem C (plus Calcium).

Dem Ami-Thrill, dem Kinderbilderbuch und Liebeskitsch und auch den "Frühlingsträumen" wird ein warmes Plätzchen  eingeräumt. Direkt neben Waschmitteln, Gurken, Rotwein aus Apulien - alles im Angebot.

 

Tja, was soll man da sagen?

Glücklich die Menschen in einem Land, wo nicht nur Waschmittel, Gurken und Rotwein aus Apulien sondern auch das gedruckte Wort so unkompliziert und erschwinglich ("jedes Buch nur 3,99") zu haben sind.

 

Nö nö, da muss uns nicht bange sein ...


22. Januar

 

Endlich! Wieder Wind unter den Flügeln ...

 

... wie der Kormoran im vorletzten Jahr an der Opalküste in Nord-Pas-de-Calais.  Die Schreibblockade ist nach über einem Jahr geknackt. Neuer Schreibplatz (der Küchentisch mit Blick ins Grüne), neues Genre (Lyrik) und neue Art des Schreibens. (Block und Bleistift). Aufregend. Still. Ein großes Abenteuer.


20. Januar 2019

 

Der zentrale Römerberg in Frankfurt am Main: Hier fand am 10. Mai 1933 wie an so vielen Orten in Nazi- Deutschland eine "Bücherverbrennung" statt - das Mahnmal zeugt davon.

Ein paar Meter weiter zeigte das Historische Museum Frankfurt die sensationelle Ausstellung "Damenwahl! 100 Jahre Frauenwahlrecht". Frankfurt platzte aus allen Nähten. Das Museum auch.

 


10. Januar 2019

 

"Die zwei Hübschen oder Der Tag, an dem ich Fritzi Haberlandt endlich wiedersah" ...

 

Sechs Jahre alt. Beim Stöbern wiedergefunden. Kleine, feine, nur milde durchgeknallte Reportage. 

Mit Foto von Fritzi & Frau Wartmann - den zwei Hübschen eben. (Is klar, nö?! ... )  Mario Adorf war beim Dreh übrigens auch dabei.

Mehr zu dem denkwürdigen Event in einem Hotel am Dortmunder Wall bei Google unter ...

 

.... dem schönen Satz: "Der Tag, an dem ich Fritzi Haberlandt endlich wiedersah" - funktioniert immer!

 

 


7. Januar 2019

 

Neues Buch - neues Glück ...

 

Auch in dem kleinen wallonischen Dorf Ramelot gibt es jetzt einen Bücherschrank, der am Rand einer Dorfstraße steht. Die Schule ist nicht weit, auch nicht das beinahe obligatorische Denkmal, das in fast allen Orten der belgischen Walonie die Toten der Kriege ehrt und beklagt. Hier und heute findet man "Heidi"-Bücher der weltberühmten Schweizerin Johanna Spyri aus dem Deutschen ins Französische übersetzt und verlegt von der Édition G.P., Paris.

Heidi et l'avalanche wurde von mir nach Dortmund entführt und wohnt jetzt im Unionviertel ...