16. September 2021

 

Schock beim Frühstock ... ähh: stück!

 

Wie alt bin ich beim Ablaufdatum der wunderbar köstlichen Kirschmarmelade?

 

Ach, ich denk lieber nicht drüber nach.

Wir wissen es ja: dat Leben welkt wie Gras ...


13. September 2021

 

 

Wunderwerk Text

 

Die Gruppe 48 hatte zum Wettbewerb geladen:  Für ihre Ausschreibung zum Literaturwettbewerb 2021 wurden über 1000 Einsendungen - Lyrik und Prosa -  gesichtet; stattliche 12 000 Euro waren ausgelobt worden.

 

Von den acht für die Endausscheidung nominierten Männern und Frauen erhielten in der Sparte Lyrik Maja Loewe und in der Sparte Prosa Juliane Pickel den 1. Preis. Großartige Texte von den beiden bereits mehrfach preisgekrönten Autorinnen.

 

Daneben haben es 48 Autoren und Autorinnen unter den Hunderten von Einsendungen in die "Auslesetexte" der Anthologie geschafft; fünf Gedichte von mir sind dabei.

 

Am 12. September fand in Schloss Eulenbroich bei Rösrath das große Finale statt; das Publikum konnte nach der Vorstellung der einzelnen Texte mit votieren. Mittagspause mit Imbiss, draußen strahlender Sonnenschein - da konnte man gut ins Gespräch kommen. 

 

 


10. September 2021

 

Reiche Ernte


In diesem Jahr verschieden Kartoffelsorten ausprobiert. Köstlich. Auch der Likör ist schon angesetzt. Die Marmeladen stehen in der Kammer. Und bald werden die Äpfel gelagert - für die berühmten "Apfelküchle" zum Adventkaffee. 



 10. September 2021

 

Unterm Flieder

 

Ich bringe dir einen Strauß Sätze

 mit du magst Nelken ich habe

 auch noch Kosmeen dabei und

 Kalifornischen Mohn komm

 mit in den Garten unter

 den Flieder dein blauer Blick

 soll strahlen unter meiner Rede

 soll die Kälte der Welt

 zu Splittern zerspringen sich

 neu formieren zu fetten Wiesen wo

 sich munter Sumpfdotterblumen

 tummeln bereit sich zu rangeln

 um den besten Platz

 im Licht um ein Lächeln von dir.  

 

 

aus Ursula Maria Wartmann "Am Ende der Sichtachse",

edition offenes feld 2021    

 


 

9. September 2021

 

Offene Nordstadtateliers

 

 

Am vergangenen Wochenende gab es krankheitsbedingt nur ein winziges Programmpünktlein aus dem riesigen Angebot der Nordstadtateliers.

 

Es zog uns zu Andrea Fortmann, Grafikerin und Designerin, die ihr Atelier (das sie mit Christina Kreymborg teilt) in der Westerbleichstraße hat. Ihr Schreibtisch steht im Unionviertel im Union-Gewerbehof, wo sie neben vielem anderen der Unionviertelzeitung ihr Gesicht gibt.

 

Spannend, ihre neuen großformatigen Acrylwerke, ihre Kohlezeichnungen, die Grafiken und all die Geschichten dazu. Die Künstlerinnen arbeiten unterm Dach, ein uraltes verwittertes Treppenhaus führt dorthin,  was so manche Geschichte erzählen könnte.

Faszinierend.

Das Treppenhaus selbst ein gewachsenes Kunstwerk mit vielschichtiger Patina. Handläufe und Holz mit mehrfarbigen Lackspuren. Interessant der hellgrau lackierte Träger unter den Holzstiegen: er ist aus Eisen, das haben nicht viele der alten Häuser, die um 1900 bis ca. 1910 gebaut wurden.


1. September 2021

 

Rosen aus Norddeutschland

 

mit dem imposanten Namen "Lady Ashley" gab es von dem Freund und der Freundin aus Pinneberg, die zur Lesung im Studio B angereist waren und ein paar Tage im Unionviertel geblieben sind.

 

Die Gegend nordwestlich von Hamburg ist berühmt für ihre Baumschulen und für ihre Rosenzucht. Sogar bei dem in diesem Sommer leider üblichen "Schietwetter" ist der Strauß trotz langer Anreise in wunderbarster Üppigkeit aufgeblüht. Und das Schönste, als wäre das nicht genug: Er duftet so herrlich ...

Im Studio B Lesung
aus: Ursula Maria Wartmann "Der Bourbon des Grafikers" - Erzählungen
Da haben wir es endlich mal wieder krachen lassen! Dritter Anlauf und super Lesung in der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund. Volles Haus, gutgelaunte Gäste, jede Menge Bücher verkauft. Anschließend gleich nebenan im Café Nur noch ein Weilchen über die Dinge an sich und im Besonderen diskutiert. Keine durchschlagenden Ergebnisse, aber egal, Leute.
Wir wissen: der Weg ist das Ziel ...


31. August

 

Noch zwei Stunden

 

dann fällt der Startschuss.

 

Dritter Anlauf für die Lesung aus "Der Bourbon des Grafikers" im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund.

 

Heureka!

 

 



Die WORTSCHAU ist eine literarischeAchterbahn, kopfüber herzunter, doch mit Bodenhaftung. Ein Magazin für
Gegenwartsliteratur, i
n dem poetische Luftsprünge ebenso Platz haben wie tiefschürfende Essays. Seit 2007 schauen wir dem Wort auf's Maul und sondieren Tendenzen und Sentenzen.
Denn der wichtigste Indikator für das Verstehen der Welt ist die Sprache. (Aus der WORTSCHAU)

25. August 2021

 

Das Logo der WORTSCHAU

 

die drei mal im Jahr erscheint. Die aktuelle Ausgabe, die in Kürze in Druck geht, steht unter dem Thema "Fernweh", zu dem zahlreiche Autor*innen gearbeitet haben. Auch von mir sind Gedichte dabei. - Made my day!

Mehr unter www.wortschau.com




23. August  2021

 

Kalligrafie kongenial

 

Regina Michel, u.a. bildende Künstlerin aus Marburg, übt sich derzeit in Kalligrafie (aus dem Griechischen: Kunst des schönen Schreibens). Sie hat zwei Gedichte von mir in dieses Medium "übersetzt". 


20. August 2021

 

 

Endlager am Morgen

 

 

Die Flanken des Haflingers beben nach Zucker

 

ein Wiehern über den Nebelwiesen

 

die Mähne glatt wie Gardinenfäden

 

unter der ordnenden Hand.

 

Am Draht zittern Strähnen

 

des gelben Schweifs triefen

 

Tropfen drüben am Wald das Camp:

 

Aktion gegen das Lager im Salz

 

und gegen gefährliche Frachten.

 

 

Hinter den Ställen schreit

 

die Katze baden sich Spatzen

 

balgend im Sand. Morgenrot wandert.

 

Die greise Ratte wartet mit zitternden Muskeln

 

unter der Birkenwurzel die Scheunen gefüllt

 

bis zum Dach für’s erst dann keine Not und doch

 

nistet die Angst hinter den Stores dem

 

glatten Fensterglas dunkel zwischen

 

dem stumpfen Rot der Ziegel.



 

Blesshuhn

 

 

Brückenpfeiler. An dunklen Moosen

 

sprudelt Wasser fließt und

 

trudelt und oben rast

 

der Schrei der Sirenen

 

durch Autokolonnen.

 

Unten schaukelt das Nest des Blesshuhns

 

es brütet behütet das sachte schaukelnde

 

Reich aus Reisig aus Plastik aus Styropor.

 

Auf der Brücke verlieren sich zwei

 

junge Männer im Glanz ihrer Augen

 

dem hohen Gewölbe des rascher

 

fliegenden Himmels.

 

 

aus: Am Ende der Sichtachse, edition offenes Feld 2021

 

 

 

16. August 2021



14. August 2021

 

Dabei sein ...

 

ist schon ganz schön schön!

 

Die Gruppe 48 hatte zum Wettbewerb geladen - es kamen über 1000 Einsendungen - Lyrik und Prosa -  zusammen, die sich an der Ausschreibung zum Literaturwettbewerb 2021 beteiligten.

 

Davon haben es - neben den acht für die Endausscheidung Nominierten - 48 Autoren und Autorinnen in die Anthologie geschafft; fünf Gedichte von mir sind dabei.

 

Am 12. September findet in Schloss Eulenbroich bei Rösrath das große Finale statt. Dann werden sich die acht Nominierten dem Votum des Publikums stellen, das in geheimer Wahl die Besten bestimmt. Das wird ein spannendes Event in der "guten Stube von Rösrath" werden.

 

Mehr unter:


http://www.die-gruppe-48.net/Literaturwettbewerb-2021


7. August 2021

 

 

Jury-Arbeit

 

für den Goldstaub Lyrik-Wettbewerb der Autorinnenvereinigung. Viele Einsendungen, wir alle haben gut zu tun. Vier Jurorinnen sichten für die Vorauswahl.

Ab dem 20. August werden zehn Texte ohne Namensnennung auf

 

www.autorinnenvereinigung.eu

 

online gestellt, so dass bis zum 26. August über sie abgestimmt werden kann. Einen Tag später, am 27. August werden die Ergebnisse auf der Webseite der Autorinnenvereinigung  veröffentlicht. 


4. August 2021

 

Schlusslicht ...

 

mit meiner Lesung am letzten Augusttag. Tolles Programm den ganzen langen Hochsommermonat hindurch an vielen verschiedenen Orten in Westfalen. Vieles findet draußen statt - zumindest diese Veranstaltungen dürften nicht gefährdet sein.

Für die Bourbon-Innen-Lesung im Dortmunder Studio B am Dienstag, den 31. 8. um 19.30 ist eine Anmeldung erforderlich. Mail an: VeranstaltungenZB@stadtdo.de



Denken an Knaben

 

 

Die Beine gespreizt unterm Samt dem Brokat

im Chorgestühl schwitzt der Klerus verdaut

 den Leib des Herrn

 denkt an Knaben.

 Pralle Hoden

 treffen auf weiche Hände Altersflecken

 die heimlich mit weichen Zipfeln

 schäkern Vorfreude auf glatte

 Delphinhaut aufs Knabenfleisch

 auf leise Unterwasserschreie im

 Weihrauchduft der Sakristei

 hinterm Altar.

 

Herrgott das Schweigen das Schweigen

 sagt man ist die Siegerin der Lüge

 die Reproduktion der Samen so

 dauerhaft wie die klebrige Macht

 des Geldes doch gibt es Eventkirchen

 heute da tanzen Jungs an der

 Stange. Da kaufst du Lonsdale und Esprit.

 Da hängt der Herr dazwischen

 am Kreuz.


3. August 2021

aus: Am Ende der Sichtachse, edition offenes feld 2021


Herzrot

 

 

Du hast für mich das Moos

 in Funkeln verwandelt

 die Borken der Bäume in Gold.

 Mein Innerstes in eine

 Felsengrotte voll warmer

 Wasser und hellem Sand.

 

Alles weiß ich von Liebe

 und Hass wenn ich

 an deiner Hand durch Wälder

 tanze zwischen den Speerspitzen

 der Sonne rollt dein Lächeln

 wie Quecksilber über

 mein Herzrot hin was Liebe

 ist: der Name im Stamm

 der Buche wächst weiter.

 




2. August 2021

 

Nomadland

 

der erste Film nach langer Kino-Abstinenz in der Schauburg, einem der wenigen übrig gebliebenen Dortmunder Programm-Kinos.

Groß. Berührend, unglaublich dicht an den Menschen - linear erzählt, sparsame Rückblenden. Es geht um Liebe, Heimat, Trauer, Tod, Verlust. Und das alles mit der geradezu anbetungswürdigen Frances McDormand.



28. Juli 2021

 

Ausflug nach Barmstedt

 

malerische Kleinstadt im "Land zwischen den Meeren" und etwa 30 Kilometer von Hamburg entfernt. Es gibt hier die Heiligen-Geist-Kirche mit ihrem traumschönen barocken Saalbau, die "Eiche von Barmstedt", deren Alter auf über 800 Jahre geschätzt wird. Und die Schlossinsel im Rantzauer See mit einem verwunschenen klassizistischen Gebäudeensemble, das ganz im Zeichen der Kunst steht. im Schlossgefängnis gibt es Kaffee und Kuchen, außerdem wird es hier und heute gerne und oft für Ausstellungen genutzt.

 



 

Und als Krönung

 

ein Aufkleber mitten in Barmstedt von der "Putin Jugend" Altona ...

 

Jep! Da haben Ole & Martin bestimmt lekker einen drauf gehoben. Nastrovje!




27. Juli 2021

 

Schulauer Fährhaus

 

in Wedel - so viele Erinnerungen an zwanzig Jahre Hamburg. So viel Liebe und Literatur, Wasser und Lieder, Trauer und Trennen, Feiern und Tanzen und Kraft und Mut und pralles Leben in all den Jahren. Nicht oft, aber ab und zu muss ein Besuch einfach sein ...


24. Juli 2021

 

Ausflug nach Duisburg-Ruhrort

 

Ruhrort ist ein Jahrhunderte alter teils hipper, teils gediegener, teils etwas abgerockter - wie das Leben halt so spielt - Stadtteil der Ruhrmetropole Duisburg mit dem größten Binnenhafen der Welt. Es gibt die "Schimanski-Gasse" und den "Anker", wo nach dem Tatort-Dreh Schimmi & Co. ihre Currywurst aßen und ihr Pils tranken. Klaro! Logisch ist Ruhrort eine Pilgerstätte für Fans ...


23. Juli 2021

 

"In der Schweigeminute hecheln die Hunde"

 

Nachdem gerade mein zweiter Lyrikband veröffentlich wurde, vergegenwärtige ich mir noch einmal, wie alles anfing. "In der Schweigeminute hecheln die Hunde" - dieser Satz, mit dem ich eines Morgens im Jahr 2019 glasklar aus einem Traum aufgewacht bin, war meine Erweckung als spätberufene, damals immerhin schon 65jährige Lyrikerin. (Young at heart, Leute, klar!) Nach einer dramatischen Lungenembolie Ende 2017 war ich als Schriftstellerin für's erste verstummt, immerhin nicht als Gesamterscheinung, was ja schon mal ganz wunderbar war.

2018 ein paar journalistische Arbeiten - mehr war da nicht.

Dann 2019 dieser Traum.

Dieser Satz!

Ein paar Jahre vorher hatte ich in den USA, in Savannah in Georgia, zufällig ein Treffen von Vietnam-Veteranen miterlebt, was mich offenbar so nachhaltig erschüttert hat, dass mich ein kleiner Bildausschnitt aus diesem Treffen - ein blinder Kriegsveteran mit nach innen lauschendem Blick und Hund - aus meinem Traum geradewegs in eine neue mir unbekannte Realität katapultierte.

Bleistift, Block und Blick von der Küche in alte Bäume - so fing das an. An diesem denkwürdigen Erweckungstag habe ich mich ohne jedes Zögern in die Küche geschleppt und ohne auch nur einen Schluck Kaffee erst einmal losgelegt. Das war schon verdammt besonders. In der Schweigeminute ... Irre war das. Das erste Gedicht hieß schlicht "Vietnam"; ihm sind etliche gefolgt. Mittlerweile kann ich in der Autowerkstatt schreiben, wenn ich auf das Ergebnis der Inspektion warte, was der Sensation und Faszination nichts nimmt.

Ich habe sehr viel in meinem Leben geschrieben. Interviews, Reportagen. Rezensionen, Romane. Essays, Erzählungen. Doch nie hat mich etwas so gefangen genommen, derartig glücklich und, ja, ich sag es so: selig gemacht wie Lyrik, die tiefe innere Schichten erreicht und Menschen auf eine Art berühren kann, wie es sonst nicht möglich ist - jedenfalls nicht über Sprache.

 

"Vietnam" in Ursula Maria Wartmann: Gegen acht im Park, edition offenes feld 2020


22. Juli 2021

 

Neues Spiel - neues Glück

 

am Dienstag, den 31. AUGUST (!) um 19.30 Uhr starten wir einen neuen Versuch: Ich lese aus "Der Bourbon des Grafikers" - alten und neuen Erzählungen, veröffentlicht 2019 bei der edition offenes feld.

 

Tatort: das Studio B der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund gegenüber vom Hauptbahnhof. Das Studio B liegt wiederum direkt gegenüber vom Haupteingang der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, die von dem  Schweizer Architekten Mario Botta entworfen wurde. Sie wurde im Mai 1999 bezogen und zählt zu den großen deutschen Bibliotheken in städtischer Trägerschaft.

 

Da wegen Corona die Plätze beschränkt sind, wird ab sofort um Voranmeldung gebeten. Mail ratzfatz an:

VeranstaltungenZB@stadtdo.de.

 

Natürlich wird es einen Büchertisch geben, wo nicht nur "Der Bourbon des Grafikers" gekauft und signiert werden kann, sondern auch frühere Romane und neuere Lyrikbände; zuletzt erschienen 2021 "Am Ende der

Sichtachse".

 

Mal gucken, ob ich noch laut vor Gästen lesen kann. Kommt vorbei - ich freue mich sehr auf ein interessiertes und geneigtes Publikum von nah & fern.

 


10. Juli 2021

 

"Des Sommers ganze Fülle" ...

 

die Gärten explodieren förmlich, es ist eine Lust und ein Genuß ... Wieder aus dem Regal geholt: das großartige Buch von Laurie Lee, das 1964 erstmal bei Kindler, München auf Deutsch erschien. Es beschreibt einen Kindheitssommer in einem abgeschiedenen Dorf im England der 1920er Jahre und ist dermaßen dicht und sinnlich geschrieben, dass man das Gefühl hat, dabei gewesen zu sein. Sehr zu empfehlen.



 8. Juli 2021

 

 

Damals war Krieg

 

 

Unsere Koffer sind ramponiert

randvoll mit dem Schweigen der Mütter

in den staubigen Winkeln der Kirche

zucken im Flammenspiel gemartert

die Helden und Heilige haben den Einschlag

der Bomben gehört dem federnden

Schritt der Katzen gelauscht die sich

durch Hunger wühlten wie wir

uns durch unsere Träume;

in jeder Sekunde beginnt die Lüge

neu nach der Reue im Kirchenschiff

treiben wir durch unsere Hitze und   

durch die taunassen Streuobstwiesen der Angst.

In der Küche hebt der Onkel ein Fuchsgesicht

aus den Händen taucht aus dem dunklen

Groll der Erinnerung auf. Schwarz unter

den Nägeln, die Knöchel weiß wie Kalk.

Mutter macht Kaffee mahlt Bohnen

Der alten Hündin fallen die Schritte schwer.

 

Du atmest so leise nachts, dann muss ich dich      wecken.

 

 

Aus:

Am Ende der Sichtachse, edition offenes feld 2021

 


1. Juli 2021

 

Tage so sonnenwarm

 

Wir brechen die Tage wie Brot

 am Strand beperlt die Bö unsere Haut

 mit Sand wir trinken dampfenden

 Wein und wachen am Deich über

 die lockigen Rücken der Lämmer dann

 entzünden wir ihn: den schwarzen Docht

 der Nacht wir hissen die Segel aus duftendem Tuch

 und Morgentau wir lassen das hungrige Herztier

 hinter dem Rippenbogen grasen am

 Morgen bringt uns das Meer

 schäumend die Sandburg zurück so

 sonnenwarm sind wir wir

 brechen die Tage wie Brot.

 

Aus: Am Ende der Sichtachse, edition offenes feld 2021

 




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