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Auf dieser Seite finden Sie die fortlaufende Chronologie des Jahres 2020.

Weitere Rubriken oben enthalten Infos zu Biografie und Veröffentlichungen, Auszeichnungen oder Mitgliedschaften, außerdem die Archive 2018 und 2019.

Fotos zu einem Landstrich voller Poesie nicht weit von hier finden Sie unter dem Stichwort Wallonie.

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31. März 2020

 

It's done!

 

"Expressiv, wütend, aber auch zärtlich und einfühlsam sind die Gedichte von Ursula Maria Wartmanns Lyrikdebüt. Ihre Themen sind die Bedrohung der Natur und die aktuelle Gefährdung der Welt durch Mitleidlosigkeit, durch Dammbrüche aller Art. Die Dichterin versteht sich auf kräftige Farben, aber auch leichthändige Skizzen über Liebe und die Angst vor Verlust. Oft sind ihre Beobachtungen aus dem Alltag gegriffen, in einem Hotel, auf einem Bahnhof oder hoch oben auf einem Turm im Silvesterfeuerwerk; oft übernimmt auch die Phantasie und spinnt diese Alltagsszenen weiter. Wartmanns Lyrik zeichnet in einprägsamen Bildern aus, was auch ihre Erzählungen bestimmt: sie sind menschenfreundlich und weltzugewandt, trotz allem."

 

 


Ursula Maria Wartmann, geb. 1953 in Oberhausen, lebt nach langen Jahren in Aachen, Marburg und Hamburg in Dortmund. Die studierte Soziologin und gelernte Redakteurin wandert zwischen den Welten und Genres: zwischen Roman und Reportage, zwischen Essay, Erzäh­lung und Lyrik. Sie wurde für ihr journalistisches und literarisches Werk mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erschienen in der eof ihre ge­sammelten Erzählungen »Der Bourbon des Grafikers« (2019). 

 

Ursula Maria Wartmann:
Gegen acht im Park
Hardcover mit SU, 68 S., 18,50 €
ISBN 9783750459960
edition offenes feld, Hrsg. Jürgen Brôcan, Dortmund 2020

 


28. März 2020

 

Malerische Metropole Ruhr: Essen-Kettwig ...

 

frühlingshaft warm im letzten April. Kleine Fluchten - auch hier und heute noch möglich ...


27. März 2020

 

Hinter dem Dortmunder Campus

 

ein lauschiger Rundweg: durchatmen und ein bisschen Sonnenkraft tanken in schwierigen Zeiten. Gespräche, manchmal auch Lachen, am Wegesrand mit Fremden - in gebührendem Abstand.  Wie gut das tut! Studierende der TU (ca. 35 000, Dortmund gesamt über 50 000) aus aller Welt schätzen das enge Nebeneinander von Natur und dem prallen urbanen Leben Dortmunds und der riesigen Metropole Ruhr - wenn es denn nicht gerade außer Kraft gesetzt ist.


11. März 2020

 

Noch immer: work in progress

 

Die Druckfahnen sind da.

 

Es gibt noch viel zu tun: immer wieder gegenlesen, immer wieder an Formulierungen feilen, immer wieder die Texte auf ihre Satzmelodie hin überprüfen. Und zum Schluss immer wieder - ganz wichtig! - laut gegenlesen. Erst dann erfasst man selbst den Text

bis ins allerkleinste Detail.

 

Manchmal ist es nur eine winzige Silbe, die einen Text ins Ungleichgewicht bringt. Manchmal ist unklar, worin die Ursache für eine "Unwucht" liegt - manchmal muss man eine Nacht drüber schlafen, bevor die Erleuchtung kommt.

 

Manchmal ist es die Dichte an gleichlautenden Vokalen, manchmal zuviel an Alliteration oder der guten Absichten ... Manchmal verfälscht die Interpunktion die Absicht ... Es sind oft nur Winzigkeiten, die gute oder nicht so gute Ergebnisse bringen. Und es ist immer wieder eine kleine Sensation: Wenn man lange genug grübelt, probiert, das Synonym-Lexikon studiert, die Augen schließt, visualisiert, Gefühlen nachspürt, dann ... passt es plötzlich.

 

Und dann:  ist es reines Glück.

 

 


26. Februar 2020

 

Work in progress -

Besuch bei Jürgen Brôcan

 

Das Cover meines Lyrikbands zeigt eine Radierung von Willem Buytewech (geb. 1591 in Rotterdam, gest. 1624 ebenda). Buytewech, der als Maler, Zeichner und Radierer arbeitete, wird als "Erfinder" der niederländischen Genremalerei bezeichnet.

 

Den drei Themenblöcken von "Gegen acht im Park" sind ebenfalls Radierungen des Künstlers vorangestellt.


24. Februar 2020

 

Ein Beitrag auf fixpoetry von Timo Brandt  - Auszug zur letzten Nummer der Literaturzeitschrift offenes feld:

 

... Die andere Debütantin ist Ursula Maria Wartmann, die bereits einiges an Prosa veröffentlicht hat, und deren erstes Gedicht „Vietnam“ mich ein wenig an mein oben genanntes Gedicht über Kabul erinnert, deren Verse aber voller bestechend-sinnlicher Momente sind, wie etwa hier:

 

„Schweinesonne. So nennen sie
den vollen Mond. Der kalte Schatten
wirft, der Moose bescheint und das
Zittern der Insekten in straff
gespannten Netzen.“

...

 


 

23. Februar 2020

Gedicht Nr. 4/4 aus Zeeland

 

Mutter Erde

 

 

Die Zeit reißt den Rachen auf

schluckt Sterne Wellen stellen

das Funkeln ein nichts schwappt mehr

glitscht und gurgelt kein schweres Meer

mehr der Schlick tot wie Staub im All

nur noch der matte Strahl der Sonne

kühl wie ein flüchtiges Lächeln.

 

Auf dem Mars

liegen die letzten

Siedler stöhnend

unter der Pandemie.

 

 

 


20. Februar 2020

 

Jubel! Der Coverentwurf steht.

Der Titel auch: Gegen acht im Park.

 


 

24. Februar 2020

Gedicht Nr. 3/4 aus Zeeland

 

Wir schultern den Sturm

 

 

Im Westen kommt der Wind

 vom Meer her faucht wie die Flamme

 im Innern des großen Ballons wir schultern

 den Sturm leichthändig und entschlossen wir

 finden Muscheln das sperrige Garn von

 Netzen Frisbee-Scheiben und helle

 Panzer der Krebse die See geht schwer

 und bleigrau und Sand prasselt auf Haut

 in die Ohren die Augen wir besteigen

 am Ende die Flügel der Windmühle wir

 feuern den Ofen der Backstube an.Wir hüten

 die Schätze vom Strand in feuchten

 Beuteln aus Leinen.

 


 

18. Februar 2020

 

Gedicht Nr. 2/4 aus Zeeland

 

 

Schlagbaum

 

Der Schlagbaum geschlossen. Die

Schotten sind dicht. Gib dunklen Rum

in den Tee und Sahne leg

ein Buchenscheit nach. Lass den

Hagel vorm Haus sieh nach ob

die Schriften beurkundet sind. Höre

den Träumen des Hundes zu dem

Zittern der Läufe dem Zucken

der Lefzen. Denke an nichts und

wünsche dir nichts für den kommenden Tag.

Gib Sahne zum Tee und mehr Rum. Drücke

die Faust auf den Schmerz

bring das Blut

zum Stillen.

 



15. Februar 2020

 

Gent. Ausstellung Jan van Eyck

 

Menschen aus aller Welt pilgern derzeit "zum Museum voor Schone Kunsten" ins belgische Gent, um eine nie dagewesene Sammlung der Kunst Jan van Eycks zu bewundern, dem berühmtesten flämischen Maler des Spätmittelalters. Ehrfürchtiges Staunen, Verweilen, Flüstern und wieder zurück, noch einmal,  zu diesem oder jenem Bild, zum nächsten ... und jedes Mal  Neues sehen.

Nicht glauben können, dass vor sechshundert Jahren ein Mensch so etwas perfekt Durchkomponiertes geschaffen hat. Van Eyck starb früh, mit Anfang fünfzig im Jahr 1441. Er ist Vorreiter der neuen naturalistischen Kunstepoche, die sich damals nördlich der Alpen durchsetzte, und wurde als "König unter den Malern" gefeiert.

Gent selbst ist eine malerische sehr alte Stadt, nach Antwerpen die zweitgrößte Belgiens; die Kathedrale St. Bavo beherbergt den weltberühmten Genter Altar Jan van Eycks.


14. Februar 2020

 

Vier Gedichte aus Zeeland mitgebracht

 

In den nächsten Tagen präsentiere ich sie hier.

Im Frühjahr wird mein Lyrikband erscheinen. Hochwertige Gestaltung mit Schutzumschlag und Fadenheftung. Hrsg. Jürgen Brôcan in der edition offenes feld.



Gedicht Nr. 1/4 aus Zeeland

 

Der König hat überlebt

 

Am Autobahnrand schütteln sich

hohe rostrote Gräser fliegen vorbei

wo hinten im Niederland in

Knicks die Kopfweiden tuscheln in

den Häusern zeichnen Menschen mit

Fingerkuppen die Umrisse ihrer Körper nach

während der Hund seufzend den Kopf

zwischen die Vorderläufe legt gräbt

ein Kind am harten Strand

aus Sandverwehung die Puppe zeigt sie

im Fäustling der Mutter her:

ein Holzstück grob das Gesicht geschnizt

ein Mann ein König vielleicht aus

seinem Kral sein Kleid am Hals verknotet

verschnürt mit blauen Kreisen gelben Rhomben

moccabraunem Grund.

Der König

hat überlebt.




4. Februar 2020

 

Altes Gräberfeld im Westpark: Quelle lyrischer Inspiration


Altes Grab. Winterlicht

 

Da ist Moos wie Kissen heute hingetupft

auf das Grab in das der Steinmetz damals

seine Schriften schlug. Hammer und Schlegel hast du

zur Seite gelegt im Sterben weinte vor hundertfünfzig

Jahren die Witwe; die Kindergesichter dunkel

in der Kapelle im Schmerz die letzte Ruhe

nun im Gewusel des Parks: Moos nistet auf

Totholz auf Wurzeln auf Steinen und in den Serifen.

 

Das C das E erhaben in grüner Dichte

das Moos wirft ruhige Schatten Winterlicht

und ruft nach Streicheln wie ein Kinderkopf

Krumen in Spalten im Stein; tief unten in Herzhöhe

die Gravur im Gold. Der Ring in harter Schicht aus Lehm;

der Goldschmied gab ihm damals lächelnd eure Namen.

 

Im Frühling kommt ein Kind wird eine rote

Plastikharke halten das Moos so zärtlich kämmen

wie Hundehaar. Und später weinen wenn es fällt die Knie

sich aufschürft nichts vom Sterben weiß.

 


27. Januar 2020

 

Drei neue Gedichte - zwei davon den großen Bränden geschuldet. Im Frühjahr wird in der edition offenes feld unter der Herausgeberschaft von Jürgen Brôcan mein Lyrikband erscheinen.

Von unten

 

Von unten die Hast der Flammen ihr unversöhnliches

Tasten die strenge Arbeit am Stamm

Rinde bis Wipfel Knistern ins Ziel

und Knacken und Flug von Funken und

Flocken von Asche wie Knallkörper zwischen

geschwärzten Nadeln der Fichten. Die ganzen,

die mächtigen Bäume am Berghang

im Brennen Lodern und Lecken

ein Donnerschlag während unten

am Fluss sich Wiesenschaumkraut vergnügt

in der Hüfte wiegt und unter dem bunten Hüpfen

der Ranzen Kinder den Schulweg nehmen

der Brandstifter schwingt sich aufs Mountainbike

sein Smartphone das Lodern der Flammen hat er gepostet.

Der große Brand

 

Im Wind hinterm Deich

da ziehen sie nachts auf hellen Flügeln der

Wolken durchs Land und legen

dem Mond den Mund auf die Wange:

sie treiben durch gläserne Luft erfrischen

die Lungen die Haut die feuchte Wölbung

der Augen im Staunen das Widerspiegeln

von Licht die Schönheit

so grenzenlos dann

brennt Australien hier oben auf

den hellen Wolkenflügeln

klingt der Schrei der sterbenden Millionen

wie wehes Zittern von Geigensaiten ein Geruch

brennt sich zwischen die Buchdeckel die Geschichte wird

neu geschrieben. Bangemachen gilt.

Bald brennen wir auch drängt

Rauch durch Kamine.

Online Dating

 

Sie schnüren die Stiefel entsichern

das Gewehr betreten entschlossen

die Bühne. Erst ist es das online dating

nach einer Weile der Flirt

im Park dann tasten in einem

dämmrigen Zimmer Zungen zögernd

nach Trost.

Doch.

Keine. Nicht eine. Nicht eine einzige Chance:

Sie legen keine Sekunde die kugelsicheren

Westen ab, da reicht es am Ende

nicht

nicht

einmal

für ein Adieu.

 

 



25. Januar 2020

 

Besuch im Sauerland

Knapp eine Stunde ist Arnsberg von Dortmund entfernt. Schönes Fachwerk gibt es hier, ein ganzes Viertel mit Klassizismus, eine wunderbare Buchhandlung, die einen Schaukasten mit Büchern des seit 1912 bestehenden Insel-Verlags zeigt. Und den Bücherschrank mitten in der Altstadt. Die Ruhrschleife schließt die Altstadt auf zwei Seiten ein; auf dem beliebten Ruhrtal-Radweg fährt man bis zur Quelle der Ruhr genau 68 Kilometer.


24. Januar 2020

 

 

ALLES KUNST!

 

Das BCW (Biercafé West) unter der Leitung von Cüneyet und Gülten ist eines der vielseitigsten und spannendsten Lokale in Dortmund geworden; hier wird Diversität in all ihren fröhlichen Facetten gefeiert. Politik und Biertasting, Musik und abendlicher Ökomarkt, Salsatanz oder Mitsing-Projekte ...

Demnächst wird dort auch diskutiert werden, und zwar unter dem Label "Alles Kunst!"

Initiator ist der Lyriker, Essayist und Übersetzer Jürgen Brôcan. "Wie entsteht ein Gedicht? Warum ist dieses Buch der Autorin erfolgreich, warum das Bild jenes Malers? Wodurch entsteht Spannung im neuesten Hollywoodfilm? - Über Kunst, ihr Wirkung und Entstehung wollen wir jeden ersten Donnerstag im Monat reden: mal themenbezogen, mal freier Austausch, nicht akademisch trocken, aber doch auf einem gewissen Niveau. Kurzum: Wir wollen von Hölzchen auf Stöckchen kommen, weil alles irgendwie zusammenhängt."
Kunstschaffende jeden Genres und überhaupt alle an Kultur Interessierten sind gerne gesehen.


Erstes Treffen: Donnerstag, der 6. Februar von 18 bis 19.30 im BiercaféWest, Lange Straße (Krautscheid-Haus)


23. Januar 2020

 

Vor genau zehn Jahren waren Dortmund und die gesamte riesige Metropole Ruhr Europäische Kulturhauptstadt. Einer der zentralen Orte, wo dieses Ereignis begangen wurde, war das "Dortmunder U", einst Brauereihochhaus der Dortmunder Unionbrauerei und heute Zentrum für Kunst und Kultur mit den berühmten "fliegenden Bildern" des Filmemachers Adolf Winkelmann.

Der Blick geht hier vom Vorplatz des "U" Richtung City und Boulevard Kampstraße. Das "U" wurde - knapp - zum Kulturhauptstadtjahr fertig,


der Roman "Pension Vera" hat auch das zum Thema. Hauptschauplätze sind: das Unionviertel, eine Hütte an einem Fischteich im Sauerland und die Nordstadt. Mehr hier unter der Rubrik Textproben oder im Netz, wo auch Rezensionen stehen.

 



16.1.2020

 

Neuer Weg

 

Drei von acht Gedichten in der neuen Ausgabe der Literaturzeitschrift offenes feld.

Auf diesem lyrischen Weg wird es (unter anderem und ganz besonders) für mich weitergehen; ich freue mich darauf.


 

die neue offenes feld

 

Mit Beiträgen bekannter Autor*innen.

Mit acht Gedichten stelle ich mich erstmals als Lyrikerin vor.

 

 

Der Verein Offenes Feld dient als Forum für die Diskussion, Korrespondenz und Vermittlung zwischen den Künsten. Die Mitglieder kommen aus allen Bereichen der Kultur.
offenes feld nr. 8 ist erhältlich im Buchhandel, im Internet oder unter
bestellung(at)offenesfeld.de und kostet acht Euro.

 

 


Vor kurzem erschienen

Ursula Maria Wartmann:

Der Bourbon des Grafikers

 

Hrsg: Jürgen Brôcan

edition offenes feld

224 Seiten

Hardcover mit Schutzumschlag 19,50

ISBN 9783 7494 8703 5

 

"Der Mann, der heimlich zwei badende Mädchen beobachtet, die Mutter, die ihr Kind liebt und es dennoch verrät. Die junge Frau, die aus der missglückten Ehe in die Arme einer Liebhaberin flieht, der Familienvater, der jahrelang ein Doppelleben führt ... Die Menschen in Ursula Maria Wartmanns Gesammelten Erzählungen "Der Bourbon des Grafikers" versuchen, auf die eine oder andere Art etwas vom Glück abzukriegen, sie ringen darum, strampeln sich ab. Sie handeln richtig und handeln falsch, sie machen sich schuldig oder verhalten sich heldenhaft. Sie scheitern oder gewinnen, sie spielen das Spiel wie wir alle: So gut es eben geht ..."

 

 


8. Januar 2010

 

Back in town ...

 

und Kurzausflug nach nebenan ins Münsterland, wo es zum Jahreswechsel nun auch im Lieblings-Landgasthof eine Bücherkiste mit Selbstbedienung gibt. Das neueste von Maria Braig aus dem Berliner Querverlag gefunden ...

 


3. Januar 2020

 

Dinant, Namur ...

 

Huy und Ramelot.  Jahreswechsel in der Wallonie. In wenigen Tagen Deborah Feldmans "unorthodox" verschlungen. Kultur und Kunst, Literaturhäuser und Galerien, Geschichte und Architektur genossen in einem Landstrich, der so nah ist und doch so sehr eine andere spannende Welt ... Inmitten der malerischen Idylle bizarr und immer sehr präsent: Die Kühltürme des Atomkraftwerks Tihange.