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Hier finden Sie Einträge ab August 2020.  Die erste Jahreshälfte finden Sie unter 2020


22. Oktober 2020

 

Ein starkes Stück Poesie

 

"Herbstgedicht"

 

... gesehen in einem Handarbeitsladen im malerischen Dornum / Ostfriesland. Ich möchte es niemandem vorenthalten, zumal es in gewisser Weise auch etwas Tröstliches hat.

Denn:

Trotz Corona und all der Schrecknisse um uns herum beiben doch manche der alten Probleme so wunderbar und lieb vertraut, bleibt die Waage die Dauer-Gegnerin im Kampf um die Pfunde und der Kuchen im Café die stete süße Verführung, der, wie seit Jahrmillionen üblich, nicht widerstanden werden kann kann.

Wie schön, dass es Dank fantasievoller Lösungsmöglichkeiten wie Abstand und Desinfektionsflaschen überhaupt möglich ist, sich in Cafés aufzuhalten - und wie wunderbar, dass es in Ostfriesland dieses schöne Ritual des Teetrinkens gibt, wo die Sahne auf den Klümpjes wie ein kleines Feuerwerk implodiert - wenn man's richtig macht!


21. Oktober 2020

 

Schöne Lage

 

Eine Buchhandlung neben dem Leuchtturm direkt an den Dünen:

Das hat nur Langeoog. Vom Festland aus ist die Insel in einer knappen Stunde mit der Fähre aus zu erreichen. Autos gibt es hier nicht - ein paar Elektrofahrzeuge schnurren über die Insel - und Fahrräder. Auf dem Friedhof liegt übrigens Lale Andersen begraben. Lange Geschichte ...




19. Oktober 2020

 

Abendsonne im Siel ...

 

 

... und im Schlosspark in Jever


15. Oktober 2020

 

5. heute: "Karussell"

 

aus Ursula Maria Wartmann "Gegen acht im Park", edition offenes feld, Hrsg. Jürgen Brôcan


12. Oktober 2020

 

4. heute: "Bahnhof Uelzen. Mittag"

 

aus Ursula Maria Wartmann "Gegen acht im Park", edition offenes feld, Hrsg. Jürgen Brôcan







 

11. Oktober 2020

 

Aus Ursula Maria Wartmann "Gegen acht im Park"

 

3. heute: "Mutter Erde"

 

Eine Auswahl aus dem hochwertig gestalteten Band, der in der edition offenes feld von Jürgen Brôcan herausgegeben wurde.

 

 

siehe auch Jürgen Brôcan beim Poesiefestival Berlin:

https://poesiefestival.org/de/mediathek/edition-offenes-feld/

 


10. Oktober 2020

 

Nobelpreis für die us-amerikanische Lyrikerin Louise Glück

 

Jürgen Brôcan, (auch mein) Herausgeber bei der edition offenes feld zu Louise Glücks Werk in der Neuen Züricher Zeitung (Auszug):

"Wie sind Kälte, Hässlichkeit, Vergänglichkeit zu ertragen? Wie kann man leben, wenn man die Hölle gesehen hat? Diese Fragen trägt Louise Glück in einer einfachen, klaren, schnörkellosen Sprache vor, lyrisch aufgeladen, ohne Pathos, manchmal allzu schmerzhaft subjektiv, doch zeigt sich gerade hierin die Stärke ihrer Gedichte: dass sie im gleichen Atemzug robust und verletzlich sind."

 

Gefunden eben bei Perlentaucher Das Kulturmagazin.

 

Jürgen Brôcan ist einer der wenigen im deutschsprachigen Raum, die sich mit dem Werk Glücks auskennen. Für die Anthologie "Sehen heißt ändern. Dreißig amerikanische Dichterinnen des 20. Jahrhunderts" übersetzte er vier Gedichte der vielfach ausgezeichneten Louise Glück. 


8. Oktober 2020

 

Im letzten März erschienen:

 

Ursula Maria Wartmann

"Gegen acht im Park".

 

 

Bevor ich hier einige neue Gedichte vorstelle, präsentiere ich sukzessive eine Auswahl aus dem hochwertig gestalteten Band, der in der edition offenes feld von Jürgen Brôcan herausgegeben wurde.

 

 

2. heute: "Der König hat überlebt"

 

Hier klicken, um das Gedicht zu hören, vorgetragen für das Poesiefestival Berlin von Jürgen Brôcan:

 

https://poesiefestival.org/de/mediathek/edition-offenes-feld/


5. Oktober 2020

 

Marburg, Galerie Haspelstraße 1

 

Die Geschwister Elisabeth und Hermann Münch stellen aus. Einen Monat lang werden ihre Werke in der Galerie im Südviertel zu sehen sein. Wir waren da und haben nicht nur unserer ungemein kreativen Freundin einen Besuch abgestattet, sondern bei schönstem  Sonnenwetter auch das Schloss besucht, seinen Park, die Altstadt mit den prächtigen Fachwerkhäusern. Die Elisabeth-Kirche auch, 1283 zu  Ehren der Elisabeth von Thüringen geweiht, die als älteste rein gotische Kirche Deutschlands gilt. Wir waren in der historischen Buchhandlung Elwert (in der man kurioserweise einen Aufzug zwischen Ober- und Unterstadt nehmen kann). Und natürlich waren wir im legendären Café Vetter. Generationen von Studierenden haben mit ihrem Elternbesuch dort den leckeren Kuchen gegessen und auf den Alten Schlachthof geblickt. Dort gab es diese nicht minder legendäre, malerisch verkrachte Künstler*innen-Wohngemeinschaft, der ich eine Weile angehörte. Das historische Gemäuer ist längst einem Neuzeit-Tempel samt Kino gewichen. Gegenüber am Berg  der Spiegelslustturm, heute Ort kultureller Begegnungen: Musik, Tanz, Literatur; ich habe in dem unglaublich heißen Sommer vor zwei Jahren dort auf Einladung von Lutz Götzfried aus "Schwedische Verführung" gelesen. (Siehe oben 2018, 26. Juli).

Klar, dass wir auch dem Hahn auf dem Rathaus einen Besuch abgestattet haben, der zur vollen Stunde mit den Flügeln schlägt (etwas matt, fanden wir diesmal, aber früher war ja ohnehin alles besser ...). Das heisere Krähen ist immer wieder schlicht Weltklasse; die Leute lieben das. Legendär früher wie heute und wahrscheinlich in alle Ewigkeit (bis, seufz, auf die Corona-Ära) die Marburger Nacht zum 1. Mai. Der Markplatz schwarz vor Menschen in sämtlichen wundersamen Stadien der Wein- und Bierseligkeit. Und wenn dann der Bürgermeister am Mikrofon schlag Mitternacht zum Krähen des Hahns ein liebliches "Der Mai ist gekommen" anstimmte und zwar ebenfalls in unbestrittener Schräglage - das hatte was. War immer ein bisschen wie unsterblich sein, die Nacht, wenn der Mai kam, und man mochte gerne ein Weilchen dran glauben.


2. Oktober 2020

 

Im letzten März erschienen:

 

"Gegen acht im Park".

 

Bevor ich hier einige neue Gedichte vorstelle, präsentiere ich sukzessive eine Auswahl aus dem hochwertig gestalteten Band, der in der edition offenes feld von Jürgen Brôcan herausgegeben wurde.

 

1. heute: "Schlagbaum"



27. September 2020

 

So langsam kommt in Sachen Kunst und Kultur der eine oder andere Stein ins Rollen ...

 

und es finden endlich auch wieder mehr Lesungen statt. Was fürs letzte Jahr geplant war, wird nun Stück für Stück  abgearbeitet.

Ich werde am Dienstag, den 2. Februar 2021 im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund lesen und zwar Erzählungen aus "Der Bourbon des Grafikers".  Wenn alle Hygieneregeln eingehalten werden, können fünfzig Leute kommen und zuhören (und anschließend am Büchertisch fündig werden): das Studio B ist ja im Gegensatz zu anderen Lokalitäten sehr geräumig.

(Unter September 2018 gibt es ein paar Fotos).

 

Also schon mal locker vormerken. Wenn man vom langen kalten nassen Winter irgendwann ganz ko ist, ist so eine Lesung doch definitiv ein Lichtblick - und anschließend gehen wir noch lekker was trinken, oder? Kann ja auch heißer Kakao sein ...

Ich freu mich - und das allerbeste ist: Die Muse küßt mich wieder. Das hat zu fünf Gedichten geführt, mit denen ich sehr einverstanden bin.

Davon später an dieser Stelle ein paar Kostproben.


Anna Achmatowa wurde 1889 in der Nähe von Odessa geboren und war eine bedeutende russische Dichterin, die auch von Ingeborg Bachmann bewundert wurde. Während der Herrschaft Stalins waren ihre Werke verboten. Achmatowa starb 1966 bei Moskau.

5. September 2020

 

Die Küsse der Muse werden in manchen Lebensphasen reichlich verteilt, in anderen Phasen fallen sie spärlich oder im schlimmsten Fall ganz aus, so wie offenbar auch gelegentlich bei Anna Achmatowa.

Schreibblockaden - das kennen viele Schreibende; die Methoden zur Überwindung sind unterschiedlich. Ein beliebter Spruch formuliert es drastisch: Das Talent sitzt ... im Arsch. Aber auch Einsicht hilft bekanntlich ja nicht immer weiter. Doch immerhin: geteiltes Leid ist halbes Leid ...




1. September 2020

 

Steinwache in Dortmund

Antikriegstag. Wie seit vielen Jahren fand auch in diesem Jahr zum 1. September eine Kundgebung an der Steinwache hinter dem Hauptbahnhof statt. Sprecher*innen waren unter anderem Sophie Niehaus vom Stadtjugendring und Jutta Reiter, DGB.


22. August 2020

 

Flagge zeigen ...

 

Dortmund zeigt Flagge: Vor dem Rathaus und dem Theater, der Oper, der Stadt-und Landesbibliothek und und und ... überall wehen bis Ende des Monats Regenbogenfahnen im Wind. Nachdem der Christopher Street Day in diesem Jahr ausfallen muss, wird die Solidarität auch von offizieller Seite so gezeigt. Viele hundert Flaggen gab es gratis zum Abholen. Auch an privaten Häusern, in Gaststätten, Galerien ... kann so ein politisches Statement abgegeben werden, wie hier in der Adlerstraße im Unionviertel. Das war die Absicht. Und, klar,

das funktioniert.

 

Dortmund ist eine weltoffene, quirlige und sehr politische Stadt - die größte der Metropole Ruhr, dicht gefolgt vom nicht minder spannenden Essen - , wo das erste Schwulen- und Lesbenzentrum Westdeutschlands gegründet wurde und in einem romantischen Hinterhof in der Nordstadt noch immer beheimatet ist.

In einer der ehrwürdigen alten Stadtkirchen, in St. Petri, findet seit vielen Jahren einmal im Monat der "feministische Gottesdienst" statt. Immer themenbezogen, immer brechend voll. Immer solidarisch und  immer auch gerne von zahlreichen Männern besucht. Spannend.


20. August 2020

 

Zeitreise: Zurück in den Katholizismus!

 

Lange geplanter Ausflug an den Niederrhein. Einer der heißesten Tage dieses Sommers. Gottlob fängt diese westlichste Region Deutschlands gleich hinter dem Ruhrgebiet an. Klöster, Kopfweiden, verträumte

Rheinauen. Landschaften flach wie der hohe Norden, doch dichter besiedelt. Wegekreuze, imposante Kirchen. Schlösser, uralte Städte. In Kempen ein Schwarm von Nonnen aus dem nahe gelegenen Kloster gesichtet - Erinnerungen an die Erziehung im Kindergarten im rheinländischen Oberhausen, der von schwarz gewandeten frommen Frauen betrieben wurde, die Stirnen hinter einem schneeweiß gestärkten Schutzschild aus Leinen. in Grefrath das Freilichtmuseum mit Fahrschein in die Vergangenheit: Puppenstuben im Spielzeugmuseum, Kaufmannsläden und Kasperltheater ... Kempen mit rheinischer Lebenslust und holländischer Verspieltheit, umstrickten Straßenlaternen, mit Blumengirlanden geschmückten Fahrrädern und zwei - vielleicht auch mehr? - gut sortierten Buchhandlungen mitten in der Stadt.

Freilichtmuseum Grefrath mit Spielzeugmuseum

Kempen am Niederrhein und Umgebung: rheinische Lebenslust, holländische Verspieltheit